Luftfahrtzulieferer

FACC wird Teil des Firmenverbunds Avic Cabin Systems

Der staatliche chinesische Konzern Avic schafft einen neuen Firmenverbund aus FACC und vier weiteren Firmentöchtern, die nun sämtliche Innen-Komponenten gemeinsam anbieten sollen. Auch mit Subaufträgen an Drittanbieter ist jetzt Schluss. An Standorten in Oberösterreich ändere sich nichts, heißt es.

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Rund um den österreichischen Flugzeugzulieferer FACC mit Sitz in Ried im Innkreis bündelt der chinesische Hauptaktionär Avic gruppenweit das Geschäft mit der Flugzeug-Innenausrüstung. Es gibt dazu eine eigene Londoner Steuerungsholding.

Unter fünf beteiligten Firmentöchtern von Avic ist FACC die größte. Vom gemeinsamen Spartenumsatz von rund 500 Mio. Euro stellt sie mehr als die Hälfte.

Mit der Bündelung der Aktivitäten in der neuen "Avic Cabin Systems" Ltd. sollen die beteiligten Avic-Töchter Synergien heben und Doppelgleisigkeiten abbauen, beispielsweise im Einkauf oder bei gemeinsamen Ausschreibungen.

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Diese fünf Tochterfirmen bilden die gemeinsame neue Gruppe

Neben der FACC (www.facc.com) sind dort auch die globalen Innenausrüster-Aktivitäten von AIM Altitude (www.aimaltitude.com), Thompson Aero Seating (www.thompsonaero.com), Jiatai (www.alijt.com.cn) sowie Fesher (www.fesher.net) zusammengefasst.

Praktisch alle Komponenten für Flugzeug-Interieur würden künftig gemeinsam angeboten. Mit bisher praktizierten Subaufträgen an Drittanbieter soll auch Schluss sein.

"An FACC-Standorten ändert sich nichts" - neue Kunden in Sicht

Für FACC ergäben sich innerhalb des Firmenverbunds des Avic-Konzerns neue Geschäftsmöglichkeiten, schrieb der börsennotierte chinesisch-österreichische Zulieferer, "als unverändert eigenständig agierendes Unternehmen." Es würden jetzt keine operativen Aktivitäten irgendwo anders eingebracht, so ein Sprecher zur Austria Presseagentur. Auch an den FACC-Standorten ändere sich nichts. "Es ist eine deutliche Stärkung des Unternehmens."

Im Markt für zivile Luftfahrzeuge will der Firmenverbund künftig ganze Flugzeugkabinensysteme inklusive Bord-Küchen und Flugzeugsitzen aus einer Hand verkaufen, so FACC. Man will auch gemeinsam entwickeln.

Während die FACC bisher hauptsächlich die großen Flugzeughersteller als Kunden hat, machten andere Partner innerhalb dieser Avic-Einheit ihre Geschäfte mit den Fluggesellschaften. Das bedeute neue Kunden auch für die Oberösterreicher.

FACC International wird zu Avic Cabin Systems mit Sitz in Hongkong

Firmenrechtlich wurde für die neue Firma die bisherige FACC-Eigentümerzwischenholding "FACC International" (Hongkong) in Avic Cabin Systems Ltd. (Hongkong, mit Niederlassung in London) umbenannt.

Die im Firmenverbund der neuen Holding beteiligten Unternehmen haben Werke in Amerika, Asien, Australien und Europa. Die Umstrukturierung haben die Avic-Vertreter und Manager der Töchter bei der dieswöchigen internationalen Luftfahrtmesse in Farnborough vorgestellt.

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FACC: Kabinenteile, Antriebe, Leichtbaukomponenten

Vom FACC-Umsatz von 750 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2017/18 stammten 254 Millionen aus der Sparte Kabinen-Innenausrüstung. 162 Millionen setzte die Firma mit Teilen und Gehäusen für Antriebssysteme um. Den bisher größten Umsatzbrocken stellen Leichtbau-Strukturbauteile für die Luft- und Raumfahrt (334 Mio. Euro).

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Mehrheit hält seit zehn Jahren staatlicher chinesischer Konzern

Die FACC AG ist seit fast zehn Jahren mehrheitlich in chinesischem Besitz: Die Mehrheit gehört Aviation Industry Corporation of China (Avic), einem staatlichen chinesischen Militärkonzern und Unternehmen der Luftfahrtindustrie.

Avic hält über Avic Cabin Systems (vorher: FACC International) 55,5 Prozent der Stimmrechte an der oberösterreichischen FACC AG. Die restlichen 44,5 Prozent der Anteile sind im Streubesitz bei internationalen und österreichischen Investoren. (red mit apa)