Luftfahrtindustrie

FACC verlängert Vertrag mit Rolls-Royce

Der Luftfahrtindustriezulieferer FACC hat seinen Vertrag mit Rolls-Royce bis 2025 verlängert. Die Oberösterreicher werden den britischen Triebwerkshersteller mit Komponenten für zivile Triebwerte beliefern.

Rosi Toogood von Rolls-Royce und Walter Stephan von FACC bei der Vertragsunterzeichnung. In der zweiten Reihe v.l.n.r.: James Partington, Supplier Management Executive - Compressor Components, Rolls-Royce; Günter Nelböck, Director Program Engines, FACC; Maico Kollof, CSME Director Procurement, Rolls-Royce; Bert Hischemoeller, VP Nacelles, Rolls-Royce.

Der oberösterreichische Hersteller FACC hat mit dem britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce den Vertrag zur Lieferung von Composite-Komponenten für zivile Triebwerke verlängert. Der erste Vertrag war 2000 abgeschlossen worden, die Verlängerung reicht bis 2025 und beinhaltet Lieferungen von Serien- als auch Ersatzbauteilen.

Walter Stephan, Vorstandsvorsitzender der FACC, verwies anlässlich der Vertragsunterzeichnung auf die seit mehr als 15 Jahren andauernde Zusammenarbeit zwischen den Herstellern.

Inzwischen ein "Schlüssellieferant" des britischen Herstellers

Der Vertrag stärke die Position von FACC als Schlüssellieferant von Rolls-Royce, so Stephan. Im Sektor hochfester Leichtbaukomponenten für zivile Flugzeuge verfüge man über die "Technologieführerschaft". "Gerade in den höchstbelasteten Triebwerksbereichen, wo es neben geringem Gewicht und höchster Festigkeit vor allem auch um Lärmreduktion geht, kommen unsere innovativen Lösungen aus Composite zum Einsatz."

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Das Portfolio von FACC auf Rolls-Royce Triebwerken beinhaltet Auskleidungen im Fan Case, schalldämmende Verkleidungen, Einlaufkonusse und akustische Mantelstromgehäuse. Die FACC Komponenten tragen dank perforierter Akustikpaneele zum Fortschritt in der Schalldämpfung bei. Komplexe, integrale Composite-Lösungen ersetzen vermehrt klassische, oft vielteilige Metallanwendungen und bringen Einsparungen bei Gewicht und Montagezeit.

Über die letzten Jahre hätten beide Hersteller eine "beispielhafte Kunden-Lieferanten-Beziehung aufgebaut", meint dazu Günter Nelböck, Director Engine Programs von FACC.

Robert Braunsberger, als Vice President Engines & Nacelles von der ersten Stunde der Zusammenarbeit in engem Austausch mit Rolls-Royce, betonte: „Ob bei den gegenständlichen Triebwerken für Business Jets oder bei den jüngeren Triebwerksfamilien für Großraumflugzeuge – FACC ist bei jedem derzeit in Produktion befindlichen Strahltriebwerk von Rolls-Royce mit an Bord. Es freut mich besonders, dass wir gemeinsam große Fortschritte in Richtung leisere und emissionsärmere Triebwerke erzielt haben.“

Der oberösterreichische Hersteller FACC produziert für alle großen Flugzeughersteller wie Airbus, Boeing, Bombardier, Embraer, COMAC und Sukhoi sowie Triebwerkhersteller und Sublieferanten der Flugzeughersteller. (red)