Wasseraufbereitung

EVN-Tochter baut große Anlage in Montenegro - und wartet jetzt auf Geld

Die zum niederösterreichischen Versorger EVN gehörende Firma WTE hat in Montenegro in der Küstenstadt Budva ein großes Abwassersystem errichtet. Nach Fertigstellung kommt es plötzlich zum Streit um die Bezahlung - und um die Höhe des Preises auch.

Der mehrjährige Streit der deutschen EVN-Tochter WTE, die in der montenegrinischen Küstenstadt Budva ein Abwassersystem errichtet hat, mit der dortigen Stadtverwaltung, die ihre Schulden nicht beglichen hat, geht weiter. Dass die Stadtverwaltung von Budva ihre Schulden bei der WTE in mehreren Tranchen zurückzahlen würde, ist laut Medien offensichtlich im letzten Juni vereinbart worden.

Man sei in laufenden Gesprächen mit der Stadt Budva über die offenen Forderungen. Sollten keine Zahlungen erfolgen, werde die Anlage mit Ende März vertragskonform an die Stadt Budva übergeben, heißt es aus der EVN zur APA. Die WTE habe im Vorjahr vertragskonform von der Stadt nominiertes Personal eingeschult.

Die Gesamtinvestitionen werden mit rund 60 Mio. Euro beziffert, dafür gibt es je zur Hälfte Garantien der Republik Montenegro und der Bundesrepublik Deutschland.

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Für die WTE ist, wie aus montenegrinischen Medienberichten hervorgeht, auch das Schuldenvolumen strittig. Die Gemeinde Budva, die im Vorjahr eine slowenische Beraterfirma zwecks Festlegung des Investitionsvolumens engagiert hatte, hat sich demnach kürzlich bereit erklärt, die Anlage für 36,4 Mio. Euro zu kaufen. Die WTE sei mit dem Preis nicht einverstanden und habe sich für ein neues Expertengutachten eingesetzt.

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