Rohstoffe

EU überweist Polen 146 Millionen Euro für neue Gasröhre

Polen ist das mit großem Abstand größte Empfängerland von Fördergeldern der EU. Jetzt zahlt Brüssel viel Geld für eine neue Gasröhre, über die Kleinpolen, Heiligkreuz und Schlesien versorgt werden sollen.

Polen erhält aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) 145,5 Mio. Euro für den Bau der Gaspipeline "Pogorska Wola- Tworzen", gab die EU Kommission bekannt.

Durch die 168 Kilometer lange Gasleitung sollen die südpolnischen Woiwodschaften Kleinpolen, Heiligkreuz und Schlesien versorgt werden. Der Bau soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Die Pipeline sei Teil des Nord-Süd-Korridors, eines Projekts von "gemeinsamem Interesse" im Rahmen des 2017 vorgestellten Zehnjahresplans zur Entwicklung eines europäischen Netzes zur Gasversorgung, so die Kommission. Der Nord-Süd-Korridor bestehe aus insgesamt zehn Projekten, wovon sechs von der EU in der Budgetperiode von 2014 bis 2020 mit einem Beitrag von insgesamt 275 Mio. Euro mitfinanziert würden.

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"Diese durch europäische Fonds finanzierte Pipeline stellt ein wichtiges Element im europäischen Energiemarkt und bei der Diversifikation der Energiequellen in der EU dar", meinte Regionalkommissarin Corina Cretu. Polen bekäme dadurch preiswertere, sicherere und nachhaltigere Energie geliefert. (apa/red)

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