Datenschutz

EU könnte bald Daten von Reisenden viel umfassender speichern

Bald könnte in der gar keine Reise in einem öffentlichen Verkehrsmittel ohne umfassende Registrierung des Reisenden möglich sein. Wegen den sich häufenden Anschlägen in Europa prüft die EU Möglichkeiten, die bisherige Fluggastdatenspeicherung auch auf Fernbusse, Züge und Schiffe auszuweiten.

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 In der Europäischen Union gibt es einem Medienbericht zufolge Überlegungen, die bisherige Fluggastdatenspeicherung auch auf andere Verkehrsmittel auszuweiten. Dadurch solle den Sicherheitsbehörden die Suche nach Terroristen oder Schwerkriminellen erleichtert werden, berichtete die Funke-Mediengruppe.

Die finnische EU-Ratspräsidentschaft habe einen Vorstoß unternommen, die Passagierdatenspeicherung zunächst auf den Schiffsverkehr und auf Hochgeschwindigkeitszüge auszuweiten. Die finnische Initiative sei "auf breite Unterstützung" getroffen, zitierten die Funke-Zeitungen aus einem vertraulichen Bericht des EU-Rats. Eine Mehrheit der Delegationen habe unterstrichen, dass eine Ausweitung der Datenerfassung das Bild verdächtiger Reisemuster vervollständigen würde.

Mehrheit der Staaten will auch  Daten im Fernbusverkehr speichern

Bei einer früheren Beratung hatte die große Mehrheit der Experten aus den EU-Ländern den Angaben zufolge erklärt, Passagierdaten im Schiffs- und Bahnverkehr sammeln zu wollen. Zwei Drittel wünschten dies darüber hinaus auch im Fernbusverkehr. Massive Bedenken gegen die Überlegungen kommen von Datenschutzexperten. (afp/apa/red)