Baustoffindustrie

Eternit: Kampf gegen rückläufigen Heimatmarkt

Die Baustoffgruppe Eternit mit Sitz in Vöcklabruck (Oberösterreich) kämpft seit Jahren mit einem rückläufigen Heimatmarkt.

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2012 sei der Gruppenumsatz bei 131,5 Mio. Euro stabilisiert worden, doch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) sei "mit gut 500.000 Euro negativ" gewesen. 3 Mio. Euro seien Sondereffekten geschuldet, sagte Vorstandssprecher Peter Rungger zu den "OÖ Nachrichten" (Mittwochsausgabe).

Der Markt für Steildächer sei im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7 Prozent eingebrochen. Eternit habe mit seinen Dachtafeln und Betondachsteinen die Verkaufserlöse halten können.

Der Gesamtmarkt entwickle sich schon seit Jahren rückläufig. In den späten 90er Jahren wurden den Angaben zufolge noch jährlich 18 Millionen Quadratmeter Dächer eingedeckt, 2012 seien es keine 11 Millionen mehr gewesen, so Vertriebsvorstand Hans-Jörg Kaspar. Zwischen Jänner und Ende Juni arbeite Eternit heuer kurz - 10 Prozent kürzere Arbeitszeit bei 10 Prozent Lohnverzicht. Eine Verlängerung der Maßnahmen sei aber nicht nötig.

Eternit gehört seit 2009 zur Schweizer FibreCem von Bernhard Alpstaeg. Seit der Übernahme seien in Österreich 32 Mio. Euro investiert worden, fast 24 Mio. Euro flossen in die Modernisierung des Werkes in Vöcklabruck. (APA/joda)