Disruption auf vier Rädern

Elektro-Karts: Wie BRP-Rotax mit Gamification mehr Erlebnis auf die Bahn bringt

Der Antriebsbauer BRP-Rotax begründet mit schlüsselfertigen Entertainment-Lösungen für Elektro-Karts ein neues Geschäftsmodell - Start ist in Linz.

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Der Antriebsbauer BRP-RRotax arbeitet sich stärker als bisher in die Softwarewelt vor: "Schlüsselfertiges Entertainment" mithilfe von Gamification.

Ein neuartiges digitales Geschäftsmodell rund um Elektrokarts stand in Gunskirchen schon vor längerer Zeit im Raum. Standortchef Thomas Uhr, der Anfang heurigen Jahres in die Konzernverantwortung für Produkt und Operations des BRP-Segments Powersport aufstieg, skizzierte das Vorhaben vor zwei Jahren so: Ein in Gründung stehendes Startup solle in Richtung schlüsselfertiges Entertainment denken.

Mittlerweile vertreibt dieses Startup, die ebenfalls am Standort Gunskirchen domizilierte RIC TECH GmbH, nicht nur  Rotax-E-Rennkarts, die in einer eigenen Rennserie zum Einsatz kommen. Das Joint Venture – 42 Prozent des Unternehmens liegen beim italienischen Maschinenbauunternehmen SMRE Spa – entwickelt auch ein Franchise-System, über das in Zukunft Entertainmentlösungen rund um elektronische Verleihkarts schlüsselfertig interessieren Investoren angeboten werden sollen.

Kartbahn-Standort in Linz

"Denken Sie an eine Indoor-Kartbahn für Hobbypiloten und an die Vorteile von E-Karts in punkto Lärm- oder Schadstoffemissionen. Unser System kann da noch um einiges mehr“, schildert der langjährige BRP-Rotax-Manager Peter Ölsinger. Seit Uhrs Kanada-Wechsel einer von drei Geschäftsführern in Gunskirchen und unter anderem für Sales und Marketing verantwortlich, liegt operativ auch die Verantwortung der RIC TECH bei ihm. Ein „reales Erleben des Karts“ schaffe man, so Ölsinger, "mithilfe von Gamification-Elementen in Wechselwirkung zu Elementen der virtuellen Welt", sagt er.

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Gearbeitet wird mit Animationen und Projektionen, die kompetitive Einzelfahrer oder Teams zum Lösen zusätzlicher Aufgaben auf der Fahrbahn animieren sollen. Das alles hat schon einen Namen (ROTAX MAXDOME). Ab Ende Juni zeigen die Gunskirchener als Betreiber einer solchen Kartbahn in Linz – die Wahl fiel auf einen Standort in unmittelbarer Nähe zur Tabakfabrik – das Potenzial auf rund 3.600 Quadratmetern Gesamtfläche. Der Funke soll auf unternehmungslustige Familien, Jugendliche und auch Betriebe überspringen – und Investoren. „Das ist eine grundlegend neue Art von Business für uns", sagt BRP-Rotax-Manager Ölsinger.

Kapsch liefert IT

Die die Oberösterreicher stärker als bisher in die Softwarewelt führt. Als Entwicklungspartner etwa nennt das Unternehmen das Futurelab der ARS Electronica, maßgeblich für den Aufbau der Gamification-Funktionalitäten verantwortlich. Der heimische Telekommunikationskonzern Kapsch liefert Server, Bildschirme und Verbindungstechnik. Die Zeitmessung kommt von SMS-Timing. Strecke und Bandensysteme vom Mailänder Kartbahnbauer PGK Design.

Eröffnung ist am 28. Juni, für interessierte Testfahrer ist die Registrierung unter www.rotaxmaxdome.com/Linz möglich.

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