Nutzfahrzeuge

Elektrische Fernbusse: Flixbus legt in drei Wochen los

Flixbus beginnt in Kürze mit Tests von elektrisch angetriebenen Fernbussen in Frankreich, bald danach auch in Deutschland. Der Fernbusanbieter will das auch als "Signal an die Hersteller" verstanden wissen.

Flixbus testet in Deutschland und Frankreich erstmals E-Busse im Fernbuslinienverkehr. Wie das Unternehmen in München mitteilt, starten Anfang April in Frankreich die ersten vollelektrischen Fernbusse, hier wird es einen Testbetrieb zwischen Paris und Amiens im Norden des Landes geben.

In Deutschland will Flixbus "ab Frühsommer" auf einer neuen Linie zwischen Hessen und Baden-Württemberg den ersten E-Bus einsetzen.

"Ein Signal an die Hersteller"

Elektrobusse seien derzeit zwar "in der Anschaffung deutlich teurer" als konventionelle, erklärte Firmenchef Andre Schwämmlein. "Dennoch sind wir überzeugt, dass sich diese Investition in die Zukunft lohnt." Der erste E-Fernbus solle zudem ein Signal an die Hersteller sein, "Innovationen voranzutreiben und Alternativen zum reinen Diesel-Antrieb zu entwickeln".

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Flixbus knapp vor einem Monopol seines Marktes

Flixbus war 2013 nach der Liberalisierung des Fernbusmarkts gestartet. Das Unternehmen fusionierte Anfang 2015 mit MeinFernbus und hat mittlerweile einen Marktanteil von mehr als 90 Prozent bei Fernbussen.

ÖBB haben "Hellö" verkauft

Gegen den inzwischen Beinahe-Monopolisten konnten auch die ÖBB mit ihrem Projekt unter dem Namen "Hellö" nicht bestehen. Das nur kurz zuvor gegründete Unternehmen wurde 2017 an Flixbus verkauft.

Derzeit expandiert Flixbus weiter kräftig, baut unter anderem sein Netz aus und bündelt sein Angebot im Schienenverkehr. So soll ab dem 24. März der erste Flixtrain auf der Strecke Hamburg-Essen-Düsseldorf-Köln in den Linienbetrieb gehen.  (afp/apa/red)