Stahlhandel

Dumpingstahl: Schutzmaßnahmen der EU offenbar ab nächster Woche

Die EU will offenbar ab dem 19. Juli die eigene Stahl- und Aluminiumindustrie gegen steigende Billigimporte aus Übersee schützen. Auslöser sind die Schutzmaßnahmen der Regierung Trump für die Stahlindustrie der USA - und die Umleitung der Billigimporte nach Europa.

Die Europäische Union (EU) setzt laut "Handelsblatt" ab dem 19. Juli Schutzmaßnahmen gegen steigende Stahl- und Aluminium-Importe in Kraft, die infolge der US-Zölle auf den europäischen Markt strömen. Das berichtet das "Handelsblatt" hier.

Einzelheiten zu den Maßnahmen bleiben unklar

Die Zeitung beruft sich auf eine Antwort der deutschen Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion.

Demnach hat die EU-Kommission festgestellt, dass die WTO- und EU-rechtlichen Voraussetzungen für den Erlass derartiger Schutzmaßnahmen gegeben sind.

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Hintergrund ist die Sorge, dass eigentlich für die USA bestimmte Stahl- und Aluminium-Erzeugnisse nach der dortigen Zollerhöhung nun zu Dumping-Preisen in Europa landen.

EU- Handelskommissarin Cecilia Malmström sagte im Juni, es gebe bereits Hinweise, dass Stahl, der für die USA bestimmt sei, wegen der zusätzlichen Zölle nach Europa umgeleitet werde.

Malmström kündigte auch "vorübergehende Maßnahmen" ab Mitte Juli an. Bei den Schutzmaßnahmen kann es sich um Zölle oder Einfuhrquoten handeln. (reuters/apa/red)

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