Autoindustrie

Drohende Dieselverbote setzen Aktien der Autobauer unter Druck

Immer häufiger gibt es Diskussionen über ein Fahrverbot für Dieselwagen in den Innenstädten - nach dem Beispiel von Paris stand das zuletzt in Stuttgart auf der Agenda, dem Hauptsitz von Daimler, Mercedes-Benz und Bosch. Jetzt folgt München. Anleger und Finanzfirmen werden nervös.

Die immer wieder aufkommende Diskussion über ein Fahrverbot für Dieselwagen in deutschen Innenstädten macht die Finanzfirmen am Finanzmarkt immer nervöser. Auch Anleger bekommen plötzlich Lust, die Papiere der großen Autokonzerne wieder abzustoßen.

Jetzt sind vor allem BMW-Aktien mit einem Minus von bis 1,6 Prozent auf 83,71 Euro ins Hintertreffen geraten. Aber auch VW und Daimler hatten mit Abschlägen von je rund 1 Prozent den Rückwärtsgang eingelegt, während der Dax Kurs auf einen neuen Rekord nahm.

"Der Diesel ist für deutsche Autohersteller ein sehr wichtiges Thema. Da kommt die Diskussion, dem Selbstzünder den Einlass in die Städte zu verweigern, gar nicht gut an", sagte ein Händler. Das dürfte sich letztlich auch auf die Verkaufszahlen auswirken.

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Münchener Oberbürgermeister: Ohne Sperren wird es nicht gehen

Anlass sind diesmal Überlegungen des Münchener Oberbürgermeisters Dieter Reiter (SPD), der über ein Fahrverbot für Dieselautos nachdenkt. "So sehr ich mich freuen würde, wenn es ohne solche Verbote ginge, so wenig sehe ich, wie wir künftig weiter ohne Sperrungen auskommen werden", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Abgas-Messungen hätten auf vielen Straßen der bayerischen Landeshauptstadt erschreckende Ergebnisse geliefert. (reuters/apa/red)

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