Infrastruktur

Die Schere zwischen Digitalisierung und Datensicherheit

Digitalisierung hat viele Facetten - und bringt neben Vorteilen auch viele Herausforderungen. Das Wirtschaftsministeriums will diesen mit einer Investition von einer Milliarde Euro begegnen.

Erst kürzlich hat Dimension-Data-CEO Jürgen Horak im INDUSTRIEMAGAZIN-Interview festgestellt, dass Österreich gerade beim Aufbau von digitalen Skills noch relativ am Anfang stehe. Diesen Umstand adressieren nun das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der WKÖ indem sie den heimischen Fokus auf die Cybersicherheit von KMU und die Investition in die digitale Infrastruktur legen.

Denn Datensicherheit und der Ausbau der digitalen Infrastruktur seien vordringliche Herausforderungen der Digitalisierung, so Robert Bodenstein (WKÖ). Dafür stellt das Wirtschaftsministerium bis 2020 eine Milliarde Euro bereit. Die Cybersicherheit von Klein-und Mittelunternehmen hat für die Wirtschaftskammer Priorität, betonte er. Beruflich genutzte Smartphones sind ein Sicherheitsrisiko.

"Bei der digitalen Infrastruktur hat Österreich noch Aufholbedarf", so Bodenstein, Obmann der WKÖ-Sparte Information und Consulting. Er nannte die skandinavischen Länder hier als Vorbild. Eine konkrete Maßnahme des eine Milliarde schweren Infrastrukturpakets sei dabei ein flächendeckendes Highspeed-Breitbandnetz, erkärt Tanja Neubauer aus der KMU-Abteilung des Wirtschaftsministeriums.

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Positiverer Zugang als in Deutschland

Während eine kürzlich vorgestellte Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) eher eine Arbeitsbelastung durch Digitalisierung feststellte, sehen heimische Unternehmen vor allem eine Vereinfachung von internen und externen Arbeitsabläufen durch Digitalisierung, wie die WKÖ herausfand. Die größten Herausforderungen sehen die Unternehmen eher im Umgang mit der Datensicherheit und der Abhängigkeit von der digitalen Infrastruktur.