Ölpreis

Die IEA rechnet für 2016 nicht mit höheren Ölpreisen

Die Ölpreise sind seit Monaten auf Talfahrt - und eine Stabilisierung der Märkte nicht in Sicht, meldet die Internationale Energie-Agentur. Fracking in Amerika sowie Öl aus dem Iran sorgen für massiven Druck - und eine Einigung beim Ölkartell Opec ist nicht absehbar.

Nach monatelangem Ölpreis-Verfall ist laut Internationaler Energie-Agentur (IEA) auch 2016 keine Entspannung der Märkte in Sicht. Das Überangebot werde vielmehr noch das gesamte Jahr anhalten, prognostizierte die IEA.

Preis für ein Fass Öl fällt von 115 auf 30 Dollar - mit Tendenz nach unten

Die Schiefergas-Förderung in den USA gehe nur langsam zurück und eine Einigung der Organisation erdölexportierender Staaten (Opec) mit anderen Öl-Ländern auf eine geringere Produktion sei unwahrscheinlich.

"Anhaltende Spekulationen über eine Vereinbarung zwischen Opec-Staaten und führenden Produzenten außerhalb der Opec für eine Förderkürzung scheinen nichts als Spekulationen zu sein", erklärte die in Paris ansässige Agentur, welche die Energiepolitik von Industrieländern koordiniert.

Die IEA rechnet nicht mit einem Anstieg der Ölpreise, wies aber auch extreme Prognosen für einen Rückgang auf 10 Dollar je Barrel (159 Liter) zurück. Für ein Fass werden derzeit um die 30 Dollar fällig, einst waren es 115 Dollar.

Ölkartell Opec zeigt sich demonstrativ optimistischer

Der niedrige Ölpreis setzt der Wirtschaft von Förderstaaten wie Russland sowie den Energiekonzernen massiv zu. Anders als in früheren Zeiten drosselt die Opec ihre Produktion nicht, was den Preisen Auftrieb geben würde. Doch das Kartell will seinen Marktanteil gegen die wachsende Konkurrenz von US-Schiefergas-Produzenten verteidigen. Inzwischen geht die Förderung durch die hochgiftige und sehr umstrittene Frackingtechnologie wegen des Preisverfalls tatsächlich zurück. Anders als die IEA rechnet die Opec noch 2016 mit einer Stabilisierung der Ölmärkte. (reuters/apa/red)