Raumfahrt

Deutsches Start-up Isar Aerospace plant neue Trägerrakete

Das auf die Raumfahrt spezialisierte deutsche Unternehmen Isar Aerospace hat bei Investoren 75 Mio. Euro eingesammelt. Mit dem Geld will die Firma bald die erste deutsche Trägerrakete ins All bringen.

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Das Raumfahrt-Start-up Isar Aerospace hat bei Investoren 75 Mio. Euro eingesammelt. Das frische Geld werde es ermöglichen, die erste deutsche Trägerrakete ins All zu bringen, gab das 2018 gegründete Unternehmen bekannt. Angeführt wurde die bisher größte Finanzierungsrunde eines europäischen Raumfahrtunternehmens vom Wagniskapitalgeber Lakestar. Auch Earlybird und Vsquared Ventures beteiligten sich, genauso wie Bestandsinvestoren wie Airbus Ventures.

Neu an Bord kamen die Investoren HV Capital sowie Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner und seine Frau Ann-Kristin. Insgesamt hat Isar Aerospace damit bisher knapp 100 Mio. Euro eingenommen.

"Damit sind wir bis zum Erstflug unserer Trägerrakete durchfinanziert und können uns ab sofort voll und ganz auf die letzten Entwicklungsschritte und die anstehenden Tests konzentrieren", sagte Isar-Aerospace-Chef Daniel Metzler. Bisher seien die Trägerkapazitäten der Flaschenhals für Satellitenhersteller oder Telekommunikationsunternehmen beim Zugang zum Weltall. Isar Aerospace plant den ersten kommerziellen Flug in der ersten Jahreshälfte 2022. Das Start-up aus München hat eine Trägerrakete mit mehr als 1.000 Kilogramm Nutzlastkapazität entwickelt. (reuters/apa/red)