Industriekonjunktur

Deutsche Wirtschaft kämpft sich aus der Krise - Wachstum in Sicht

Die deutsche Wirtschaft kämpft sich zurück aus der Krise: Der Einkaufsmanagerindex von IHS Markit hat sich im Juni den zweiten Monat in Folge kräftig erhöht. Einen deutlichen Anstieg gab es auch in der Eurozone. Es sei Wachstum in Sicht, so die Konjunkturbeobachter.

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Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich allmählich aus dem Coronatal heraus und kommt der Wachstumszone wieder näher. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Dienstleister und Industrie zusammen - stieg im Juni den zweiten Monat in Folge steil an und ließ damit das Rekordtief von April hinter sich, wie das Institut IHS Markit zu seiner Umfrage unter hunderten Unternehmen mitteilte.

Auf Basis endgültiger Daten kletterte das Barometer auf nunmehr 47,0 Punkte von 32,3 im Mai. Die Vorabschätzung lag bei 45,8 Zählern.

"Die Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen haben einigen Teilbereichen der deutschen Wirtschaft wieder neues Leben eingehaucht", erklärte IHS-Experte Phil Smith. Es gebe Anlass zur Annahme, dass sich das Blatt in der deutschen Wirtschaft im Juni nach der massiven Talfahrt zu Beginn des zweiten Quartals und der darauffolgenden Lockerung der Ausgangssperren gewendet habe, hieß es weiter. Dennoch verharrte der Index unter der Wachstumsschwelle von 50,0 Punkten. Das Teil-Barometer für den Servicesektor notierte im Juni mit 47,3 Punkten über den 32,6 Zählern vom Mai, befindet sich aber trotz allem weiter in der Schrumpfungszone.

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Auch in der Eurozone hellte sich die Lage wieder auf. Hier stieg das Barometer von 31,9 Punkten im Mai auf 48,5 Zähler. "Dies signalisiert, dass sich die Eurozone in bemerkenswertem Tempo aus ihrer Coronapandemie-bedingten Notlage befreit hat", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. (reuters/apa/red)

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