Industrieproduktion

Deutsche Industrie sammelt überraschend viele Aufträge ein

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie haben sich im August dank der guten Auslandsnachfrage so stark gefüllt wie seit Monaten nicht mehr.

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie haben sich im August dank der guten Auslandsnachfrage so stark gefüllt wie seit Monaten nicht mehr. Bei den Unternehmen gingen um 3,6 Prozent mehr Bestellungen ein als im Monat zuvor, wie das deutsche Wirtschaftsministerium mitteilte. Das ist der stärkste Anstieg seit Dezember 2016.

Anstieg um 3,6 Prozent im August

Ökonomen hingegen hatten lediglich mit einem Plus von 0,7 Prozent gerechnet, nachdem es im Juli noch einen Rückgang von 0,4 Prozent gegeben hatte.

"Die Bestelltätigkeit hat sich zuletzt von hohem Niveau aus nochmals erhöht", erklärte das Ministerium. "Der solide Aufschwung im Verarbeitenden Gewerbe dürfte sich demnach fortsetzen." Die Nachfrage aus dem Inland zog um 2,7 Prozent an, die aus dem Ausland um 4,3 Prozent.

Dabei nahmen die Neuaufträge aus den Ländern außerhalb der Eurozone mit 7,7 Prozent besonders deutlich zu. Gefragt waren vor allem Vorleistungen wie Chemikalien: Hier wuchsen die Bestellungen um 6,7 Prozent. Bei Konsumgütern gab es ein Plus von 4,8 Prozent, bei Investitionsgütern wie Maschinen von 1,6 Prozent.

Die deutsche Wirtschaft war zwischen April und Juni um 0,6 Prozent gewachsen. Sie dürfte Ökonomen zufolge auch im abgelaufenen dritten Quartal ähnlich deutlich zugelegt haben. (reuters/apa/red)