Coronakrise

Deutsche Bahn erwartet einen historischen Verlust

Der Konzern ist einer der großen Auftraggeber der österreichischen Bahnindustrie und Bauindustrie. Nun erwartet die Deutsche Bahn nach einem hohen Quartalsverlust für das Gesamtjahr den größten Verlust ihrer Geschichte.

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Die Deutsche Bahn hat in der Coronakrise einen Milliardenverlust eingefahren und steht 2020 vor dem größtem Verlust der Konzerngeschichte. Allein in den ersten fünf Monaten habe der Betriebsverlust 1,2 Mrd. Euro betragen, sagten mit den Zahlen Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters. Eigentlich war ein Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 400 Mio. Euro angepeilt worden.

Zwischenzeitlich hatte der Staatskonzern den Kreisen zufolge mit noch schlechteren Zahlen gerechnet, da man auch im Mai von einem weitgehenden Lockdown ausgegangen war. So liege der Verlust um eine halbe Milliarde Euro niedriger als damals befürchtet. Dennoch stiegen die Schulden auf über 27 Mrd. Euro und damit um zwei Mrd. Euro mehr als geplant. Eine Bahn-Sprecherin wollte sich zu den Angaben nicht äußern.

Betriebsverlust von 1,2 Mrd. Euro in den ersten fünf Monaten

Der Konzern rechne heuer mit keiner grundlegenden Erholung mehr und erwarte den größten Verlust seiner Geschichte, sagte ein Konzernvertreter. Besonders angespannt sei die Lage beim Personenverkehr in Deutschland. Die Güterbahn halte sich vergleichsweise gut. Die internationale Spedition Schenker bewege sich sogar im Rahmen der Planungen - unter anderem wegen des boomenden Luftfracht-Geschäfts in der Coronakrise. (reuters/apa/red)

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