Stahlindustrie

Deutliches Umsatzplus: Salzburger ESW investiert in eine neue Maschine

Beim Salzburger Eisenwerk Sulzau-Werfen steigt der Umsatz deutlich, die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Also baut der Spezialist für Stahlwalzen Personal auf - und investiert zusätzlich in eine große neue Dreh- und Fräsmaschine.

Das Salzburger Eisenwerk Sulzau-Werfen (ESW) meldet ein stark gestiegenes Umsatzwachstum sowie einen guten Stand bei neuen Aufträgen. Der Umsatz von ESW stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr von 65 auf rund 70 Millionen Euro. Auch die Auftragsbücher seien derzeit gut gefüllt, so der Pongauer Familienbetrieb. ESW ist einer der Weltmarktführer in der Produktion von High-Tech-Walzen aus Stahl.

Neue Mitarbeiter gesucht

"Wegen der guten Auftragslage arbeitet das Eisenwerk in einigen Bereichen der mechanischen Bearbeitung derzeit im Vierschicht-Betrieb", sagt Vorstandsvorsitzender Georg Hemetsberger.

Deshalb baut ESW auch aus. Am Standort in Tenneck hat der Hersteller die Zahl der Mitarbeiter von 260 auf 290 erhöht. "aktuell suchen wir für den Verwaltungsbereich weiteres Personal, insbesondere im Controlling und in der Exportsachbearbeitung", so Hemetsberger.

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Millioneninvestition in eine neue Maschine

Jetzt investieren die Salzburger in ein neues multifunktionales Dreh- und Fräszentrum. Die Investitionssumme beziffert ESW mit knapp drei Millionen Euro.

Technikvorstand Bernhard Wicho erklärt dazu: "Die neue Maschine ist sowohl für die Schwerzerspanung als auch für die Fertigbearbeitung großer Werkstücke in höchster Genauigkeit geeignet und erhöht unsere Kapazität in der mechanischen Bearbeitung um rund zehn Prozent."

Die Investition erhöhe die Effizienz und die Flexibilität für kurzfristige Aufträge. "Das Besondere an der der neuen Maschine ist die Möglichkeit, mit einer Aufspannung alle notwendigen Bearbeitungsschritte zu machen", so Wicho weiter.

Walzen mit bis zu 20 Tonnen Fertiggewicht

Geliefert wird das Dreh- und Fräszentrum im Jänner 2018 von einem oberösterreichischen Maschinenhersteller. Die Anlage ist optimal auf das Hauptsortiment des ESW ausgelegt. Über sieben Meter lange Walzen mit bis zu 20 Tonnen Fertiggewicht werden damit bearbeitet.

Eine Herausforderung liegt für das Pongauer Eisenwerk in der Einbringung und Montage der neuen Anlage in der Fertigungshalle, während die anderen Maschinen durchgehend in Betrieb sind. Dazu wurde die Halle bereits jetzt mit einer demontierbaren Durchfahrtsöffnung versehen.

Eckdaten zu Eisenwerk Sulzau-Werfen

Das Eisenwerk Sulzau-Werfen (ESW) wurde 1770 gegründet und befindet sich seit 1899 in Familienbesitz. Mit knapp 270 Mitarbeitern ist der Betrieb ein wichtiger Arbeitgeber im Salzburger Pongau.

Heute produziert der Hersteller jährlich rund 2.000 Walzen mit einem Fertiggewicht von bis zu 42 Tonnen pro Stück. Damit ist ESW einer der Weltmarktführer in diesem Segment. Die Exportquote beträgt rund 98 Prozent.

Für Forschung und Entwicklung gibt ESW im Jahr rund zwei Prozent des Umsatzes aus. Außerdem verweist ESW auf hohe eigene Standards in Bezug auf Umweltverträglichkeit und Rohstoffeffizienz.

Die Kennzahlen für 2016:

  • Produktionskapazität: 24.000 Tonnen
  • Netto Umsatz: 70,0 Mio. Euro
  • Exportquote: rund 98 Prozent
  • Beschäftigtenstand per 31.12.2016: 270
  • Eigenkapitalquote in Prozent der Bilanzsumme: 63 Prozent

(red)