Arbeitsmarkt

Der eigentliche Faktor hinter dem Fachkräftemangel: Europa fehlen die Kinder

Alle klagen über einen steigenden Mangel an gut ausgebildeten Mitarbeitern - dass familienfeindliche Entwicklungen in der Wirtschaftspolitik, im Verhalten der Firmen selbst und auch in den gesellschaftlichen Strömungen bewirken, dass Europäer immer weniger Kinder bekommen, erwähnt kaum jemand.

Was Betriebe händeringend suchen, sind nicht ungelernte Menschen mit mangelnden Sprachkenntnissen und ohne jedes Gefühl für industrielle Taktung - sondern das genaue Gegenteil davon.

Das Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) sagt große Schwierigkeiten voraus, die bei der demografischen Entwicklung in Europa auf Politik und Wirtschaft zukommen.

Der Wendepunkt, an dem die Arbeitsnachfrage dem Arbeitsangebot in der EU entspricht – das heißt, an dem Arbeitskräftemangel zu einem Hindernis für das Wirtschaftswachstum wird – könnte relativ bald bevorstehen. Wenn sich die aktuellen Trends fortsetzen, werden die meisten EU-Länder diesen Wendepunkt im nächsten Jahrzehnt erreichen, einige bis 2025.

Die Quoten offener Stellen und Umfragen unter Arbeitgebern zeigen, dass Unternehmen in einigen Branchen bereits heute mit einer erheblichen Arbeitskräfteknappheit bei der Produktion konfrontiert sind. Dies stellt politische Entscheidungsträger und Unternehmen in der EU vor erhebliche Herausforderungen. Die Auswirkungen müssen jedoch nicht ausschließlich negativ sein, sofern die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Weitere Infos sind hier als PDF abrufbar >>

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(red)

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