Automatisierung

Delem: Linzer Automatisierer Keba übernimmt Mehrheit

Der Linzer Automatisierungshersteller Keba geht in die Offensive. Nach der Eröffnung eines neuen Werkes in Linz übernimmt das heimische Unternehmen 55 Prozent am niederländischen Automationsunternehmen Delem. In den kommenden Jahren soll der Anteil an dem stark am asiatischen Markt tätigen Unternehmen sukzessive auf 100 Prozent aufgestockt werden.

Nach der erst Ende Februar erfolgten Eröffnung des neuen Betriebsgeländes in Linz (eine Fotostrecke finden Sie hier) geht Keba-Vorstandsvorsitzender Gerhard Luftensteiner weiter in die Offensive: Am Freitag wurde bekannt, dass die Linzer das niederländische Automationsunternehmen Delem übernehmen. Der Vertrag wurde am 26. Februar unterzeichnet. Mit der Akquisition des Unternehmens (Exportquote 96 Prozent) erschließt Keba ein neues Branchensegment, die Blechbearbeitung.

Vorerst übernimmt Keba 55 Prozent an Delem. In den kommenden Jahren soll der Anteil sukzessive auf 100 Prozent aufgestockt werden. Über den Kaufpreis sei Vertraulichkeit vereinbart worden, so Keba-Vorstandsvorsitzender Gerhard Luftensteiner am Freitag im Gespräch mit der APA.

Mit der Akquisition setze Keba ihren Kurs der Internationalisierung fort und erschließe gleichzeitig ein neues Branchensegment, die Blechbearbeitung, erklärte Luftensteiner. Bisher konzentrierten sich die Linzer auf die Bereiche Kunststoff, Robotik, Verpackung und mobiles Bedienen. "Damit baut Keba ihre Position im Automationsbereich deutlich aus“, ist der Firmenchef überzeugt.

Delem mit Sitz in Eindhoven in den Niederlanden ist mit einer Quote von 98 Prozent stark exportorientiert. Die beiden Gründer übergaben das operative Geschäft bereits vor einigen Jahren an ein Management. Als Eigentümer wollen sie sich ebenfalls nach und nach zurückziehen. Keba werde dann weitere Anteile übernehmen und in den kommenden drei Jahren auf 100 Prozent aufstocken, plant Luftensteiner. Delem solle aber ein eigenständiges Unternehmen mit einem separaten Management bleiben.

Hier geht's weiter: Was Keba jetzt in Asien plant...

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