Güterverkehr

DB: Güterverkehr nach Tirol und Tschechien rollt ohne Störungen

In der Krise und mitten in neuen Grenzschließungen zeigt sich die robuste Seite der Bahnlogistik: Ein Güterzug mit nur einem Lokführer transportiert die Fracht von rund 52 Lastwagen. Im Gegensatz zum Personenverkehr laufen aktuell die Gütertransporte zwischen Deutschland, Tirol und Tschechien ohne Probleme, so Bahnbetreiber DB.

Anders als der Personenverkehr laufen die Gütertransporte über die Grenzen zu Tschechien und Tirol der Deutschen Bahn zufolge ohne große Probleme. Die Deutsche Bahn habe an den Einsatzstellen für Lokführer mit grenzüberschreitenden Zügen Möglichkeiten für Coronaschnelltests geschaffen, teilte der Bahnbetreiber mit.

Ein Lokführer und ein Zug statt 52 Lastwagen

Auch die Tatsache, dass ein Güterzug mit nur einem Lokführer die Fracht von rund 52 Lkw transportieren könne, mache die Bahnlogistik robust. Die Deutsche Bahn wickelt knapp die Hälfte der Gütertransporte über die Schiene in Deutschland ab. Die Testpflicht für Grenzgänger ist das Kernelement der von Deutschland verhängten verschärften Grenzkontrollen im Kampf gegen neue Virus-Mutationen.

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Der Personenverkehr nach Tschechien und Tirol stellt die Bahn dagegen vor größere Probleme: Sie stellte nach dem Fernverkehr auch den Nahverkehr ein. Damit fahren die Regionalzüge zwischen Garmisch und Innsbruck beziehungsweise Reutte in Tirol nicht mehr. Auch die Verbindung zwischen Kempten und Reutte wird eingestellt.

Nach Tschechien gilt dies für die Strecken von Rumburg (Rumburk) nach Tetschen (Decin) und von Nürnberg nach Eger (Cheb) in der Karlsbader Region. Dass die ICE- beziehungsweise EC-Verbindungen zwischen München und Verona sowie Hamburg und Prag nicht mehr fahren, hatte die Deutsche Bahn bereits vergangene Woche angekündigt. (reuters/apa/red)