Elektroautos

Daimler mit BMW: "Nur" gemeinsame Plattform statt gemeinsamer Automodelle

Die beiden deutschen Erzrivalen Daimler und BMW haben unlängst für Aufsehen gesorgt mit der Ankündigung, bei Elektroautos vieles gemeinsam machen zu wollen. Nun ist die Rede davon, dass diese Kooperation durchaus ihre Grenzen hat.

Die beiden deutschen Autobauer Daimler und BMW wollen ihre geplante Kooperation einem Zeitungsbericht zufolge eingrenzen. Statt einer Zusammenarbeit für die gesamte Modellpalette werde nun über den Bau eines kompakten Elektroautos auf einer gemeinsamen Plattform verhandelt, das in China produziert werden soll, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Gründung neuer Gemeinschaftsfirma geplant

Als erste Karosserievariante werde eine viertürige Limousine im Format des BMW 1er und der Mercedes A-Klasse erwogen, die ab 2024 zu einem Preis zwischen 27.500 und 32.500 Euro auf den Markt kommen könnte.

Sollten sich beide Hersteller auf ein solches Projekt einigen, sei die Gründung eines 50:50 Joint Ventures vorgesehen, um sich die Kapazitäten des neuen Werkes in China zu teilen. Innerhalb einer Laufzeit von sieben Jahren sollen dem Bericht zufolge von beiden Partnern jeweils eine Million E-Autos produziert werden. BMW und Daimler wollte sich zu dem Artikel nicht äußern.

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BMW will die eigene Marke nicht "verwässern"

Ob es tatsächlich zu diesem Projekt komme, sei aber noch völlig offen. Auch bei den Gesprächen über eine umfassende gemeinsame Architektur für künftige Modelle habe es vor allem seitens BMW erhebliche Bedenken geben, schreibt die "SZ". So sei bei den Münchner die Angst groß, damit den eigenen Markenkern zu verwässern. (reuters/apa/red)

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