Autoindustrie

Chipmangel: Ford weitet Kurzarbeit in Europa aus

Engpässe bei Halbleitern zwingen den amerikanischen Autobauer zu mehr Kurzarbeit in europäischen Werken, etwa in Deutschland, Spanien und Rumänien. Die Ausfälle ließen sich nicht genau kalkulieren, so Ford - das Szenario ändere sich ständig.

Der Mangel an Halbleitern zwingt den US-Autobauer Ford in Europa zur Ausweitung der Kurzarbeit. Für die Werke in Saarlouis (Deutschland), Valencia (Spanien) und Craiova (Rumänien) sei für weitere Tage Kurzarbeit vereinbart worden, bestätigte ein Sprecher. Das Werk in Köln, wo der Fiesta vom Band rollt, sei erstmals betroffen.

In Saarlouis im deutschen Saarland, wo der Focus gebaut wird, wurde wegen der schwachen Nachfrage bereits seit Jänner kurzgearbeitet. Wegen des Chipmangels kommen dort weitere Tage hinzu. Wie viele Fahrzeuge wegen fehlender Chips nicht produziert werden können, teilte Ford nicht mit. Die Ausfälle ließen sich nicht genau kalkulieren, da sich das Szenario ständig ändere. "Wir drehen an allen Rädern, um Zulieferteile zu bekommen." Als Erste hatte die "Automobilwoche" darüber berichtet. (reuters/apa/red)

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