Stromnetze

Chinesischer Energieriese kapert Hamburger Netzbetreiber

Chinas größter Staatskonzern SGCC will von einer australischen Finanzfirma ein Fünftel am Netzbetreiber 50Hertz abkaufen. 50Hertz betreibt das Übertragungsnetz in Hamburg und Teilen Ostdeutschlands.

Im Bild der Hamburger Containerhafen.

Chinas größter Staatskonzern SGCC will einen Anteil am deutschen Stromnetz übernehmen. Der Netzbetreiber der Volksrepublik wird vom australischen Fonds IFM Investors 20 Prozent der Anteile am nordostdeutschen Netzbetreiber 50Hertz übernehmen, wie die Vertragspartner bestätigten. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Die frühere Vattenfall-Tochter 50Hertz betreibt das Übertragungsnetz in Hamburg und im Osten Deutschlands.

Mehrheitseigentümer ist mit 60 Prozent der belgische Stromnetzkonzern Elia, IFM hält 40 Prozent. Elia kann nach Unternehmensangaben noch ein Vorkaufsrecht ausüben und so den Chinesen zuvorkommen.

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SGCC zweitgrößtes Unternehmen der Welt

SGCC ist für einen Großteil des chinesischen Stromnetzes verantwortlich. Laut der Rangliste Fortune Global 500 ist der Konzern mit einem Umsatz von zuletzt 315 Mrd. US-Dollar (257 Mrd. Euro) hinter Wal-Mart das zweitgrößte Unternehmen der Welt. Die Chinesen hatten sich zuletzt an einer ganzen Reihe ausländischer Netzbetreiber beteiligt, darunter in Australien, Brasilien, Griechenland und Italien. (dpa/apa/red)