Stahlindustrie

Chinesen wollen großes neues Stahlwerk in Brasilien bauen

Chinesische Investoren planen laut Medienberichten den milliardenschweren Bau eines großen Stahlwerks im brasilianischen Bundesstaat Maranhao. Nach Fertigstellung soll der neue Stahlwerkskomplex über eine Jahreskapazität von rund drei Millionen Tonnen verfügen.

Chinesische Investoren planen offenbar den Bau eines großen Stahlwerks im brasilianischen Bundesstaat Maranhao. Das Projekt hat ein Finanzvolumen von etwa drei Milliarden Dollar.

Der neue Stahlwerkskomplex soll nach Fertigstellung über eine Jahreskapazität von rund drei Millionen Tonnen verfügen, berichtet der Fachdienst "Stahl Aktuell" unter Verweis auf Medienberichte in Brasilien.

Kritik an Investitionen Chinas in die Stahlindustrie in Europa

Zuletzt hat das Engagement chinesischer Investoren im Bereich der Stahlindustrie in Europa für Ärger gesorgt. So zeigte sich Europas Stahlindustrie alarmiert wegen der Übernahme des Stahlwerks Zelezara Smederevo in Serbien durch das staatliche chinesische Stahlunternehmen Hebei Iron & Steel (HBIS).

Nach Darstellung des europäischen Stahlfachverbands Eurofer versuchen chinesische Staatsunternehmen, unter Einstandskosten produzierte 400 Millionen Tonnen Überkapazitäten in Europa loszuschlagen und damit die heimische Branche zu gefährden.

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Den gesamten europäischen Stahlmarkt beziffert der Verband auf 155 Millionen. Während die staatlich subventionierten chinesischen Firmen vor 15 Jahren nur 15 Prozent der Weltproduktion bestritten hätten, seien es heute schon 50 Prozent.

(red)

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