Tagung

China verstehen

Helmut List begrüßte rund 300 Teilnehmer aus 18 Nationen: Bei der 28. AVL-Tagung „Motor & Umwelt“ in Graz Mitte Juni stand vor allem China im Fokus, das sich zum weltweit größten Fahrzeugmarkt entwickelt hat.

Helmut List in der nach ihm benannten Halle in Graz.

„Der Powertrain für den chinesischen Markt: eine weltweite Herausforderung für alle Hersteller“ lautete demnach das Motto der Veranstaltung. Obwohl 2015 ein Abflachen der bislang oft zweistelligen Wachstumsraten festzustellen war, wird für 2025 ein jährliches Produktionsvolumen von rund 35 Millionen Pkw erwartet – was immerhin der gemeinsamen Produktion von Europa und Japan entsprechen wird. Doch die speziell in den Ballungsräumen überaus kritische Immissionsproblematik zwingt China in eine der weltweit anspruchsvollsten Emissionsgesetzgebungen. Sowohl die Schadstoffproblematik als auch die Ressourcen- und Wettbewerbssituation machen insbesondere die Elektrifizierung für China interessant. Jedoch stellt sich die Frage, inwieweit der Aufbau der entsprechenden Infrastruktur in ihrer gesamtheitlichen Komplexität mit der technischen Weiterentwicklung der elektrischen Fahrzeugantriebe Schritt halten kann.

Hochrangige Industrieexperten – darunter Daniel Nicholson (General Motors), Christian Chapelle (PSA Peugeot Citroën Group), Dieter Strobl (BMW Group), Wolfgang Warnecke (Shell Global Solutions) und Peter Gutzmer (Schaeffler AG) – beleuchteten aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Frage, wie man die spezifischen Randbedingungen und die Dynamik des chinesischen Marktes verstehen kann, um letztendlich zielgerichtet zukünftige globale Antriebstechnologien zu entwickeln.

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