Verkehr

Bürgerinitiative kämpft gegen geplante Bahnschleife Eisenstadt

Eine Bürgerinitiative im Burgenland will den Bau der Bahnschleife Eisenstadt verhindern. Sie begründet das mit massivem Anstieg beim Verkehr und Abgasen sowie einer weiteren Zubetonierung fruchtbarer Ackerflächen. Geplant ist nun ein Aktionstag mit Straßensperren Anfang Februar.

Bahn Bauindustrie ÖBB Standort Burgenland Norbert Hofer

Die Bürgerinitiative Wulkaprodersdorf (BIB) will im Kampf gegen die Errichtung der Bahnschleife Eisenstadt mobil machen. Für den 5. Februar sei ein Aktionstag vorgesehen, an dem bei Wulkaprodersdorf (Bezirk Eisenstadt Umgebung) die Bundesstraßen 50 und 16 gesperrt werden sollen, berichtete BIB-Sprecher Richard Hermann. Eine behördliche Genehmigung stehe allerdings noch aus.

"Protest als einzige Möglichkeit"

Die Sperre sei für die Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr geplant. Laut Hermann werde überlegt zwei, drei Wochen danach einen weiteren Aktionstag zu veranstalten. Der Protest sei die einzige Möglichkeit auf das Problem aufmerksam zu machen, sagte Hermann. Gespräche mit Politikern hätten bisher nicht gefruchtet. Man hoffe allerdings, einen Gesprächstermin beim neuen Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) zu bekommen.

Massive Versiegelung fruchtbarer Böden in Österreich geht weiter

Die seit 2012 bestehende Bürgerinitiative befürchtet, dass der Bau der Schleife Grundstücksentwertungen, Verkehr, Abgase und den Verlust von Ackerflächen für Wulkaprodersdorf mit sich bringt.

Weiters werden die hohen Kosten und das Fehlen eines Fahrplankonzeptes bemängelt. Die Errichtung der Schleife Eisenstadt sorgt bereits seit Jahren für Diskussionen, im November beschäftigte sich auch der Burgenländische Landtag mit dem Thema. (apa/red)

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