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Breitenfeld-Vorstand geht überraschend

INDUSTRIEMAGAZIN exklusiv: Franz Kailbauer wirft überraschend das Handtuch. Er hat seinen Posten als Vorstandsvorsitzender des Edelstahl-Produzenten, der Breitenfeld AG, verlassen. Der 51-Jährige wolle sich offenbar "neu orientieren", sagt der Vorstandsmitglied Erich Schneider.

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(v.l.) Aufsichtsratsvorsitzender Rudolf Jurak und ehemaliger Vorstandsvorsitzender Franz Kailbauer.

Franz Kailbauer ist nicht mehr Vorstand der Breitenfeld AG. Der 51-Jährige hat das Unternehmen Ende Juli überraschend verlassen. "Kailbauer wollte sich verändern, in welche Richtung ist uns nicht bekannt. Jetzt fährt das Unternehmen wieder mit einem Zweiervorstand", erklärt Vorstandsmitglied Erich Schneider dem INDUSTRIEMAGAZIN. Er ist seit 2004 Vorstand der Breitenfeld AG und für den Finanzbereich zuständig.

Der zweite Mann an der Spitze ist Gerhard Hackl. Er leitet den technischen Bereich und ist seit 2007 Mitglied des Edelstahlherstellers. 

Eine Stellungnahme von Kailbauer selbst, steht noch aus.

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Kailbauer war 5 Jahre im Vorstand

Franz Kailbauer kam 2009 zu Breitenfeld, als Nachfolger von Rudolf Jurak, der dann in den Aufsichtsrat wechselte. Zuvor war er Geschäftsführer der Babcock-Tochter für Umwelttechnik und wechselte 2004 in den Vorstand der Energie Steiermark.

"Kailbauer ist ein Generalist, was hier im Hause sehr wichtig ist. Und zudem war er viele Jahre im internationalen Anlagenbau tätig, der auch Höhen und Tiefen durchlebt hat", so kommentierte Jurak Kailbauers Antritt bei Breitenfeld in einem Gespräch mit dem INDUSTRIEMAGAZIN.

Zur Zeit der Wirtschaftskrise lag die Auslastung in der Produktion bei rund 50 Prozent, die Aufträge waren um 30 Prozent zurückgegangen und der Umsatz stark eingebrochen. Der Grund: Die niedrigen Rohstoff- und Schrottpreise.

Breitenfeld erholt sich von Krise

Die Wirtschaftskrise hallt immer noch nach. Im Geschäftsjahr 2013/2014 ging es aber wieder bergauf. Das unternehmen konnte den Absatz um 15 Prozent steigern, auch der Umsatz ist um 10 Prozent gegenüber des Vorjahres gestiegen.

2007 hätte das Unternehmen fast den Börsengang gewagt, hat dann aber in letzter Sekunde doch einen Rückzieher gemacht. "2007 musste ich leider kurzfristig die Notbremse ziehen, das wirtschaftliche Umfeld war einfach zu schlecht", erklärte Jurak.

Ansichtssache: Erfindungen, die die Welt gebraucht hat
 

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