Autoindustrie

BMW nimmt neuen Standort in Salzburg in Betrieb

"Klares Bekenntnis zum Standort Salzburg": BMW hat in Salzburg einen 12.000 Quadratmeter großen neuen Standort trotz Krise pünktlich fertiggestellt und in Betrieb genommen. Hier haben nun 450 Mitarbeiter aus vier Geschäftseinheiten des Autobauers Platz. Auch die Steuerung der Region Zentral- und Südosteuropa sowie ein internationales Trainingszentrum sind hier angesiedelt.

Der Autobauer BMW hat den neuen "BMW Group Campus Salzburg" trotz der Coronakrise pünktlich fertiggestellt und nun offiziell eröffnet. Die Investition an diesem Standort beziffert der Konzern mit über 28 Mio. Euro. Der 12.000 Quadratmeter große Neubau bietet Arbeitsplätze für insgesamt 450 Mitarbeiter aus 16 Nationen. Unter einem Dach sind an diesem Standort vier Geschäftseinheiten vertreten: BMW Austria GmbH, BMW Financial Services, Alphabet Austria Fuhrparkmanagement GmbH und BMW Vertriebs GmbH. Zudem wird von Salzburg aus die Region Zentral- und Südosteuropa gesteuert, die von der Ostsee bis ins östliche Mittelmeer reicht.

LH Haslauer: "Eröffnung mitten in der Pandemie stimmt hoffnungsvoll"

Starke und innovative Leitbetriebe wie BMW in Salzburg würden sich sich seit Jahrzehnten ganz bewusst zur Region bekennen, hieß es in Grußbotschaften des Landeshauptmanns Dr. Wilfried Haslauer und des Bürgermeisters von Salzburg, Harald Preuner. "Die Eröffnung des neuen Campus Salzburg mitten in der Pandemie stimmt mich hoffnungsvoll, dass wir die augenblicklich angespannte Situation gemeinsam meistern werden und der Wirtschaftsstandort Salzburg nachhaltig gestärkt wird", erklärte Haslauer.

Geschäftsführer Fiorentinos: "Nächstes Kapitel der Erfolgsgeschichte"

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Neil Fiorentinos, Geschäftsführer der BMW Vertriebs GmbH

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"Der BMW Group Standort Salzburg ist eine feste Größe in der Region. Mit dem Neubau schlagen wir das nächste Kapitel der Erfolgsgeschichte auf. Der Campus Salzburg ist eine logische Folge aus der herausragenden Arbeit der vergangenen Jahrzehnte", sagte dazu Neil Fiorentinos, Geschäftsführer der BMW Vertriebs GmbH. BMW habe im Jahr 1977 ausgehend von Salzburg knapp über 6.000 BMW in Österreich verkauft. "Im vergangenen Jahr haben wir von hier aus über 73.500 Automobile in zwölf Ländern abgesetzt und dabei über 3,2 Milliarden Euro Umsatz generiert."

Viele Flächen mehr als verdoppelt

Der Neubau biete den Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze, um Innovationen zu fördern und die Zukunftsfähigkeit des Standortes zu sichern, so Fiorentinos weiter. Am Campus Salzburg gebe es bei einer Gesamtfläche von rund 12.000 Quadratmetern um rund ein Fünftel mehr Büroräume mit einer Fläche von 4.774 Quadratmetern. Die Anzahl der Meetingräume sei auf 26 verdoppelt worden und auch die Kantine sei mit 814 Quadratmetern doppelt so groß wie bislang, so das Unternehmen. Eine Besonderheit sei der Zugang zu einer weitläufigen Dachterrasse und ein begrünter Innenhof. Zudem soll es bald vor Ort Lademöglichkeiten für 150 Elektroautos geben. Eine auf dem Dach installierte eigene Photovoltaikanlage soll rein rechnerisch etwa ein Drittel des Strombedarfs liefern.

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Das neue Trainingszentrum sei mit einer Fläche von 2.675 Quadratmetern mehr als sechsmal so groß als der bisherige Schulungsbereich. Dadurch wächst auch seine Kapazität: Statt bisher 40 Personen können nun bis zu 150 Teilnehmer pro Tag geschult werden: Beschäftigte der Gruppe wie auch Techniker, Servicemitarbeiter, Verkäufer und Manager der Händlerpartner aus allen zwölf Märkten der Region Zentral- und Südosteuropa. Bei den Ausbildungsmethoden will BMW persönliches Training vor Ort mit virtuellen Kursinhalten kombinieren.

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Rendering des BMW Campus Salzburg.

Eckdaten zu BMW Österreich

BMW produziert seit dem Jahr 1979 in Österreich und hat hierzulande seither nach eigenen Angaben rund 7,5 Milliarden Euro investiert. "Das sind seit über 40 Jahren Investitionen von umgerechnet 500.000 Euro Tag für Tag", so das Unternehmen. Aktuell beschäftigt BMW in Österreich rund 5.200 Mitarbeiter, davon 4.400 Mitarbeiter im Motorenwerk Steyr. Dieses Werk produziert im Jahr über eine Million Benzin- und Dieselmotoren und ist damit das weltweit größte Motorenwerk des Konzerns, zudem befindet sich in Steyr auch das konzernweite Entwicklungszentrum für Dieselmotoren. Mit einem konsolidierten Jahresumsatz von rund 7 Milliarden Euro zählt BMW in Österreich nach eigenen Angaben "zu den bedeutendsten Unternehmen des Landes".

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BMW-Motorenwerk in Steyr.

Magna Steyr fertigt seit 2003 für BMW

Der Hersteller sieht sich auch als einen "dominanten Treiber der österreichischen Automobilproduktion", denn auch das Grazer Werk des Zulieferers Magna Steyr fertigt seit 2003 für BMW. Bis heute sind in Graz über 1,4 Millionen Fahrzeuge im Auftrag der Gruppe vom Band gerollt. Aktuell lässt BMW in Graz zwei seiner Modelle fertigen: Den 5er, ein "Volumenmodell", das in geteilter Produktion mit dem Werk in Dingolfing hergestellt wird; sowie den Z4, der nur in Österreich gefertigt wird.

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(red)