Blockchain

Bitcoin & Co sind den Industriestaaten noch nicht wichtig genug

Die Regierungen der G-20-Staaten werden vorerst keine Schritte zur Regulierung von Kryptowährungen unternehmen - Bitcoin und seine Derivate seien noch nicht bedeutend genug, um die Finanzmärkte zu gefährden. Als Reaktion darauf steigt der Kurs von Bitcoin wieder über 9.000 US-Dollar.

Die 20 größten Industrie- und Schwellenländer (G-20) wollen die Entwicklung von Kryptowährungen wie Bitcoin in nächster Zeit aufmerksam beobachten. Konkrete Maßnahmen zur Regulierung beschlossen die G-20-Finanzminister und -Notenbankchefs auf ihrem Treffen in Buenos Aires erwartungsgemäß aber nicht.

Marktwert unter einem Prozent der Weltwirtschaft

Befürchtungen, dass Cyberdevisen für Steuerhinterziehung, Geldwäsche und die Finanzierung von Terrorismus genutzt werden, hatten Forderungen nach einer stärkeren Kontrolle ausgelöst.

Die G-20 einigten sich zunächst darauf, internationale Regulierungsbehörden mit der weiteren Beobachtung der Kryptowährungen zu beauftragen, ohne schon konkrete Maßnahmen zu ergreifen, wie aus dem Kommunique des Treffens hervorging.

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Ein Grund für die Zurückhaltung liegt darin, dass die G-20 Bitcoin & Co als nicht bedeutend genug ansehen, um die Finanzmärkte zu gefährden. Der gesamte Marktwert von Kryptowährungen lag nach Einschätzung von Experten in der Spitze bisher bei weniger als einem Prozent des Volumens der Weltwirtschaft.

Kurs von Bitcoin steigt wieder über 9.000 US-Dollar

Als Reaktion darauf ist Bitcoin weiter über die Marke von 9.000 US-Dollar gestiegen. Damit konnte der Bitcoin an die Erholung seit Montag anknüpfen, nachdem der Kurs am Wochenende noch unter 8.000 Dollar gefallen war.

Marktbeobachter erklärten die jüngste Kurserholung mit dem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs führender Industrie- und Schwellenländer (G-20). Diese hatten in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires zwar erklärt, dass sie Kryptowährungen wie den Bitcoin aufmerksam beobachten werden. Konkrete Maßnahmen zur Regulierung wurden auf dem Treffen aber nicht beschlossen.

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Seit Beginn des Jahres ist der Kurs des Bitcoin tendenziell stark gesunken. Es ging etwa 35 Prozent nach unten. Als ein Grund für die Talfahrt gilt das harsche Vorgehen amerikanischer und japanischer Behörden gegen Kryptobörsen. Vor allem Maßnahmen der US-Börsenaufsicht SEC zum Schutz der Investoren vor Betrug und Manipulationen hatten für Aufsehen gesorgt. (reuters/dpa/apa/red)