Biomasse

Biomassekraftwerk Simmering steht still - kein Betrieb ohne Hilfsgelder

Ohne Hilfen vom Staat kann das Biomassekraftwerk Simmering wegen niedriger Strompreise nicht wirtschaftlich arbeiten - jetzt ist der Betrieb gestoppt. Wie es heißt, arbeitet die Stadt Wien an einer Lösung.

Elisabeth Köstinger Biomasse Standort Wien Energieversorger Wien Energie

Das Biomassekraftwerk Simmering steht still. Wegen des niedrigen Strompreises war der als Betrieb nur wirtschaftlich, weil die Wien Energie pro Kilowattstunde rund zehn Cent an Förderung bekommen hat. Diese Förderung ist jetzt ausgelaufen, berichtet der ORF.

Die ehemalige Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) sah die Verantwortung dafür bei der SPÖ. Die türkis-blaue ehemalige Bundesregierung habe rechtzeitig Rahmenbedingungen gesetzt, um die 47 Biomasse-Anlagen in Österreich vor dem Aus zu retten und eine Übergangslösung zu schaffen, bis das neue Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz in Kraft tritt. Die Wiener Stadtregierung habe diese aber - im Gegensatz etwa zu Niederösterreich - nicht umgesetzt.

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Mit der in dem Biomassekraftwerk gewonnenen Energie wurden 48.000 Wiener Haushalte mit Strom und 12.000 mit Wärme versorgt. Die Stadt Wien arbeitet an einer Lösung, hieß es. (apa/red)

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