Betrugsskandal um Containerfirma P&R: Gründer in Haft und pleite

Im Milliardenbetrugsskandal bei der insolventen Münchner Containerfirma P&R hat Unternehmensgründer Heinz Roth auch die Kontrolle über sein Privatvermögen verloren.

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Im Milliardenbetrugsskandal bei der insolventen Münchner Containerfirma P&R hat Unternehmensgründer Heinz Roth auch die Kontrolle über sein Privatvermögen verloren. Das Amtsgericht München hat ein Insolvenzverfahren über Roths Vermögen eröffnet. Das sagte ein Gerichtssprecher. Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet. Damit kann der 75 Jahre alte Geschäftsmann nicht mehr frei über sein Geld verfügen. Roth sitzt seit Monaten in Untersuchungshaft, er ist der Hauptverdächtige in einem der größten Betrugsfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Zu diesem Fall

P&R hatte die Vermietung von Containern als Geldanlage angeboten, insgesamt 54.000 Kunden hatten zuletzt 3,5 Mrd. Euro investiert. Nach derzeitigem Ermittlungsstand handelte es sich zu einem beträchtlichen Teil um Scheingeschäfte - knapp zwei Drittel der angeblich vermieteten 1,6 Millionen Container existierten gar nicht.

Im Frühjahr hatten deswegen die vier zur P&R-Gruppe gehörenden deutschen Gesellschaften Insolvenz angemeldet. Wieviel Geld unwiederbringlich verloren ist, steht noch nicht fest. P&R-Insolvenzverwalter Michael Jaffé hofft, in den nächsten Jahren mit der Vermietung der existierenden 630.000 Container noch über eine halbe Milliarde Euro erlösen zu können. (dpa/apa/red)