Konjunktur

Berlin: "Industrie hat den Tiefpunkt durchschritten"

Die deutsche Industrie erhält nach dem Einbruch der Coronakrise wieder deutlich mehr Aufträge. Der Auftragseingang im Mai war um über zehn Prozent höher als im April, allerdings um knapp 30 Prozent geringer als vor einem Jahr. Wirtschaftsministerium meint dazu, die Industrie habe den "Tiefpunkt durchschritten".

Industriekonjuktur Deutschland Coronakrise

Die deutsche Industrie hat im Mai nach dem Einbruch in der Coronakrise wieder deutlich mehr Aufträge erhalten. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lag der Auftragseingang 10,4 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Jahresvergleich gingen die Bestellungen dagegen immer noch drastisch um 29,3 Prozent zurück.

Trotz der Erholung wurden die Markterwartungen enttäuscht. Analysten hatten im Schnitt einen höheren Anstieg im Monatsvergleich und einen geringeren Rückgang im Jahresvergleich erwartet.

"Die jüngsten Daten zu den Auftragseingängen sprechen dafür, dass die Industrierezession ihren Tiefpunkt durchschritten hat", erklärte das deutsche Wirtschaftsministerium. Das nach wie vor niedrige Orderniveau zeigt aber auch, dass der Aufholprozess noch lange nicht abgeschlossen ist." Der vergleichsweise geringe Zuwachs aus dem nichteuropäischen Ausland deute zudem darauf hin, dass das weltwirtschaftliche Umfeld zunächst schwierig bleibe.

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Die Aufträge aus dem Inland kletterten im Mai um gut 12 Prozent zum Vormonat und die Bestellungen aus dem Ausland um knapp 9 Prozent. Dabei legten die Aufträge aus der Eurozone um fast 21 Prozent zu, während die aus dem restlichen Ausland nur um 2 Prozent zulegten. (dpa-afx/reuters/apa/red)