Personalia

Bei Opel reicht auch Vorstand Tina Müller ihren Rücktritt ein

Mit Tina Müller verlässt eine weitere Top-Führungskraft den Vorstand von Opel. Zuvor trat nach der Übernahme durch den französischen Autobauer Peugeot auch Vorstandschef Karl-Thomas Neumann zurück.

Nach Opel-Chef Neumann verlässt mit Marketing-Vorstand Tina Müller eine weitere Top-Führungskraft den vom französischen PSA-Konzern übernommenen Autohersteller.

Die Erfinderin der Kampagne "Umparken im Kopf" habe um Aufhebung ihres Vorstandsvertrags gebeten, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Dem sei bereits mit einem unbekannten Endtermin entsprochen worden. Opel wollte keinen Kommentar zu der Personalie abgeben.

Erfinderin der Kampagne "Umparken im Kopf"

Die Marketing-Expertin Müller war vor vier Jahren zu dem damals noch zu General Motors zählenden Autobauer gewechselt. Ihre Kampagne hatte maßgeblich das Image Opels verbessert. Gleichwohl war es dem Team um Vorstandschef Karl-Thomas Neumann nicht gelungen, in die Gewinnzone zurückzukehren. Auch die Marktanteile des einstmals erfolgreichsten deutschen Herstellers stagnierten zuletzt auf niedrigem Niveau.

Nach Informationen des "Handelsblatts" will Müller zum nächstmöglichen Zeitpunkt den Vorstandsvorsitz eines großen deutschen Konzerns übernehmen. Müller lehnte gegenüber der Zeitung jeden Kommentar ab. Ihr Aufsichtsratsmandat beim an Investoren verkauften Pharma-Hersteller Stada legte sie zum Montag nieder.

White Paper zum Thema

Müller soll offenbar Chefin eines großen deutschen Konzerns werden

Mit dem Abgang der selbstbewussten Müller war bei Opel nach der Übernahme durch den PSA-Konzern intern gerechnet worden, zumal ihr die Kampagne hohe Anerkennung in der Marketing-Fachwelt eingebracht hatte. Vor ihrem Abstecher in die Autobranche hatte sie für den Konsumgüterhersteller Henkel gearbeitet. (dpa/apa/red)

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