Pharmaindustrie

Bayer: So will das Management mehr Rendite erreichen

Der traditionsreiche Chemieriese Bayer soll auf eine höhere Rendite getrimmt werden - unter anderem, indem weltweit etwa jeder zehnte Arbeitsplatz gestrichen wird.

Bayer-Chef Werner Baumann will den deutschen Pharma- und Agrarchemiekonzern in den kommenden Jahren profitabler machen. "Wir werden erheblichen Wert schaffen, indem wir durch Innovationskraft wachsen, die Ertragskraft steigern und den Cashflow erhöhen", kündigte Baumann auf einer Investorenkonferenz in London an.

"Zusätzlich werden uns dabei die vor Kurzem angekündigten Effizienz- und Strukturmaßnahmen unterstützen." Bis 2022 soll der Umsatz jährlich um durchschnittlich vier Prozent zulegen, das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) um neun Prozent. Die bereinigte Ebitda-Marge soll bis dahin auf mehr als 30 Prozent von voraussichtlich rund 26 Prozent in diesem Jahr steigen. Im kommenden Jahr strebt der Konzern einen Umsatz von rund 46 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis von etwa 12,2 Milliarden an.

Bayer hatte Ende vergangener Woche mitgeteilt, bis Ende 2021 rund 12.000 seiner weltweit gut 118.000 Stellen abbauen zu wollen. Vorstandschef Baumann will sich zudem vom Geschäft mit Tier-Medizin sowie Marken im Bereich Sonnenschutz und Fußpflege trennen. Der Konzern will zudem seinen Anteil am Chemiepark-Betreiber Currenta verkaufen. (reuters/apa/red)

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