Weltgrößte Industrieschau startet

Barack Obama kündigt sich zur Hannover Messe an

Kommenden Montag startet die die weltgrößte Industrieschau Hannover Messe. Mit dem Partnerland USA ist der Andrang bei Ausstellern wie bei Besuchern deutlich höher als im Vorjahr - und unter den Gästen hat sich erstmals auch ein US-Präsident angekündigt.

Dank des Partnerlands USA hat die weltgrößte Industrieschau Hannover Messe (25.-29. April) ein starkes Plus bei Ausstellern und vermieteter Fläche. "Wir werden am Montag die Tore öffnen mit mehr als 5.200 Ausstellern aus 75 Ländern", sagte Messevorstand Jochen Köckler in Hannover. Zur vergleichbaren vorangegangenen Veranstaltung waren es rund 4.800 Aussteller. "Wir standen bei der Eröffnung mit 3.000 Gästen vor der Herausforderung, dass wir noch ein Vielfaches mehr hätten unterbringen können; es gibt ein Riesen-Interesse, dabei zu sein", so Köckler.

58 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland. Nach Deutschland sind China, die USA, Italien, Holland und die Türkei die am stärksten vertretenen Nationen.

US-Präsident Barack Obama wird die Weltleitmesse am Sonntag mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnen. Obama bringt mit Anthony Foxx (Verkehr), Ernest Moniz (Energie) und Penny Pritzker (Handel) drei Minister zur Weltleitmesse mit. Auch aus Brüssel werden mehrere EU-Kommissare erwartet. Aus den USA werden diesmal 465 Aussteller präsent sein. Es sei die größte Zahl von US-Unternehmen, die je an einer Messe außerhalb des eigenen Kontinents teilgenommen haben.

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Alles wird digital - und alles wird automatisiert

Im Messe-Fokus steht die vernetzte Industrie mit rund 100 Anwendungsbeispielen. Einer der Schwerpunkte wird die vorausschauende Wartung sein, bei der bestimmte Maschinenteile dem Betreiber vor Ausfällen Schwachstellen aufzeigen. Der zweite ist der Informationsaustausch zwischen Maschinen.

Obama will seinen Besuch bei der Hannover Messe auch dazu nutzen, das umstrittene transatlantische Handelsabkommen TTIP vor dem Ende seiner Amtszeit unter Dach und Fach zu bringen. Der Gesandte der US-Botschaft in Berlin, Kent Logsdon, warb in Hannover erneut für das Abkommen, das Handelshemmnisse abbauen und das Wirtschaftswachstum befeuern soll. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström will sich über den aktuellen Stand des Abkommens mit ihren US-Partnern in Hannover austauschen. Insgesamt werden dort nach Messeangaben sechs EU-Kommissare erwartet.

Das Leitthema der Messe heißt "Integrated Industry - Discover Solutions" - zu Deutsch etwa: Integrierte Industrie - entdecke die Lösungen. Ein besonderes Thema wird diesmal der Bereich Energie sein. "Die Energiewende verändert sich", erklärte Andreas Kuhlmann, der Geschäftsführer der Deutschen Energie Agentur. "Wir haben in Deutschland die vielfältigste Energieversorgung der Welt". Zunehmend wichtiger werde daher die Synchronisierung dieser dezentralen Komponenten. Die Digitalisierung sei dabei ein Glücksfall, so Kuhlmann. Sie habe das Potenzial, dieses Zusammenspiel zu befeuern. (dpa/apa/red)