Bahnindustrie

Bahnsystem: Siemens gewinnt 800-Mio-Auftrag in Norwegen

Siemens rüstet das norwegische Bahnnetz mit dem neuen digitalen Signalsystem ETCS aus, das zwischen München und Berlin schon im Einsatz ist. Der Auftrag ist 800 Millionen Euro schwer.

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Siemens rüstet das norwegische Bahnnetz mit einem digitalen Signalsystem aus. Der Konzern habe von der norwegischen Bahn den Auftrag zur Installation des neuen Europäischen Zugsicherungssystems ETCS im Wert von rund 800 Millionen Euro erhalten, teilte der Konzern mit Zentrale in München mit. Das sei der bisher größte Auftrag von Siemens in der Schienen-Infrastruktur.

Bis 2034 solle das System auf allen Strecken mit einer Gesamtlänge von 4.200 Kilometern und 375 Bahnhöfen laufen. Der Auftrag umfasse auch die Wartung über 25 Jahre.

Das ETCS-System soll den grenzüberschreitenden Bahnverkehr in Europa erleichtern, in dem es die derzeit mehr als 20 verschiedenen Zugsicherungssysteme in den verschiedenen Ländern ersetzt. (reuters/apa/red)

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Dabei lief zuletzt nicht alles rund für Siemens in Norwegen: Wegen zu geringer Löhne bei einem Subunternehmen wurde Siemens vom Netzbetreiber Norwegens bei allen Aufträgen gesperrt >>

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Das Zugsystem ETCS auf der Strecke München-Berlin.

Eckdaten zu ETCS: Züge fahren bis nach Wien

Das neue digitale System ETCS soll den Zugverkehr in ganz Europa revolutionieren. Die Deutsche Bahn macht den Anfang - mit Zügen, die auch nach Wien fahren. Doch die Einführung ist schwieriger als gedacht. Das System ist seit wenigen Wochen zwischen München und Berlin im Einsatz.

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