Zulieferindustrie

Autozulieferer Grammer schreibt Millionenverlust

Grammer ist in die roten Zahlen gerutscht. Der Autozulieferer hat eine aufreibende Abwehrschlacht gegen die bosnische Gruppe Prevent hinter sich - die mit einer Übernahme aus China geendet ist.

Der bayerische Autozulieferer Grammer ist im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht und rechnet nun mit einem kleineren Jahresgewinn als im Vorjahr. Gründe seien zum einen die Absatzschwäche von Autoherstellern in Europa, zum anderen die Kosten der Übernahme von Grammer durch den chinesischen Zulieferer Ningbo Jifeng, erklärte das Unternehmen in Amberg.

Grammer beschäftigt 13.000 Mitarbeiter. Seit August ist Ningbo Jifeng der Hauptaktionär mit 84 Prozent der Anteile.

Dazu:
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Nach chinesischer Übernahme: Gesamter Vorstand von Grammer tritt zurück >>

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Betriebsergebnis gesunken

Der Umsatzrückgang in der Autosparte wurde durch eine größere Nachfrage nach Sitzen für Traktoren und Baumaschinen aufgefangen. Aber das Betriebsergebnis ist gesunken, und mit den Übernahmekosten blieb für Grammer unter dem Strich ein Verlust von 10 Mio. Euro nach Steuern.

Die geringere Nachfrage nach Kopfstützen und Mittelkonsolen für europäische Autokunden dürfte die Geschäftsentwicklung auch im vierten Quartal belasten, teilte Grammer mit.

Übernahme in den USA

Mit der Übernahme des US-Kunststoffherstellers TMD soll der Jahresumsatz dennoch leicht steigen auf 1,85 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte aber mit 50 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresergebnis bleiben.

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