Bauindustrie

Asfinag investiert 322 Millionen Euro in Vorarlberg

Die Asfinag will das dichte Straßennetz Vorarlbergs weiter massiv ausbauen. Unter anderem soll die Trassenentscheidung zur Bodensee-Schnellstraße S18 Ende des heurigen Jahres fallen.

Bauindustrie Asfinag Standort Vorarlberg Hartwig Hufnagl Markus Wallner

Die Straßenbaugesellschaft Asfinag will bis 2024 322 Millionen Euro in das hochrangige Straßennetz in Vorarlberg investieren. Das erklärten Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) und der neue Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagl bei einem gemeinsamen Pressegespräch. Die Trassenentscheidung zur umstrittenen Bodensee-Schnellstraße (S18) soll wie angekündigt Ende 2019/Anfang 2020 fallen.

Wallner und Hufnagl sagten einander eine bestmögliche und produktive Zusammenarbeit zu. Im Mittelpunkt stehe die Entlastung von Anrainern sowie die Reduzierung der Unfallzahlen, betonte der Landeshauptmann.

Aktuell:
Ein Fußballfeld pro Tag: So will Tirol die rasante "Zubetoniererei" stoppen >>

White Paper zum Thema

Als gleichermaßen prominentestes wie umstrittenstes Projekt tauschten sich Wallner und Hufnagl über die geplante Bodensee-Schnellstraße (S18) aus, die die hochrangigen Straßen Österreichs und der Schweiz miteinander verbinden soll. Derzeit werden diesbezüglich im sensiblen Naturgebiet weitere umfassende Grundlagenforschungen durchgeführt. Anhand dieser und anderer Daten soll letztlich die Entscheidung fallen, welche der beiden zur Auswahl stehenden Trassen realisiert wird. Die Asfinag plant aktuell mit einem Aufwand von 600 Millionen Euro für die je nach Trasse 8,6 oder 7,5 Kilometer lange Straße.

"Es ist uns klar, dass wir diese Verbindung brauchen", betonte Wallner, der von der Entlastung von 40.000 Bewohnern des unteren Rheintals, 6.000 Pendlern sowie sechs Grenzübergängen sprach. Hufnagl unterstrich, dass es sich bei der S18 um das größte Straßenbauvorhaben in Westösterreich handle. Man werde dem Projekt "größte Aufmerksamkeit schenken", versprach der Asfinag-Vorstand.

Aktuell:
Neuer Asfinag-Chef Hartwig Hufnagl: Höhere Maut für Ausländer prüfen >>

Konkrete Aus- und Umbauarbeiten stehen in diesem Jahr in Vorarlberg auf der Rheintalautobahn (A14) bei der Anschlussstelle Bludenz-Bürs an. Für 28,8 Mio. Euro (Asfinag: 18,4 Mio., Land: 10,4 Mio.) wird bis 2021 unter anderem ein Großkreisel entstehen, Baubeginn ist im März. Die Bauarbeiten am Langener Tunnel auf der Arlberg-Schnellstraße (S16) dauern noch bis diesen Oktober (Kosten: 18,5 Mio.) an.

Auf der A14 kann voraussichtlich im Herbst mit der Realisierung der neuen Anschlussstelle Rheintal-Mitte mit einem Volumen von über 35 Mio. Euro (Asfinag: 11,5 Mio., das Land, Dornbirn und Lustenau tragen den Rest) angefangen werden, geplant wird außerdem der Umbau der Anschlussstelle Hohenems. Ein weiteres Vorhaben auf der S16 betrifft den Bau zusätzlicher Fahrstreifen zwischen der Anschlussstelle Bludenz-Montafon bis Glasbühel sowie vom Dalaaser Tunnel bis zur Franzensbrücke an. Angestrebter Baubeginn ist 2020. (apa/red)