Ausblick

Anlagenbauer Gea ist doch nicht mehr so zuversichtlich

Der deutsche Anlagenbauer Gea ist für 2015 weniger zuversichtlich. Vorstandschef Jürg Oleas erwartet zwar immer noch ein moderates Umsatzwachstum, allerdings nur noch durch Zukäufe und positive Währungseffekte, wie der Konzern mitteilte. Zuvor hatte er noch ein Wachstum aus eigener Kraft in Aussicht gestellt.

Anlagenbau Gea Jürg Oleas

Als Gründe für seine schwindende Zuversicht nannte Oleas Anzeichen für eine sich weiter abschwächende globale Konjunktur vor allem in den Schwellenländern einschließlich China sowie die Ankündigung des Internationalen Währungsfonds, das erwartete Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr erneut zu reduzieren.

Derweil machen sich die Kostensenkungen nach Angaben des Vorstandschefs bezahlt. Daher behalte er das Ziel eines operativen Ergebnisses (Ebitda) von 590 bis 640 Mio. Euro bei, ebenso wie die bisher avisierte Dividende von mindestens 70 Cent je Aktie. "Unsere strategische Entscheidung, den Konzern mit flacheren Hierarchien kosteneffizienter aufzustellen, erweist sich angesichts der konjunkturellen Eintrübung jetzt als hilfreich."

Gea hatte bereits im zweiten Quartal schrumpfende Auftragseingänge und die Folgen der Russland-Krise zu spüren bekommen. Der Konzernumbau sorgte zudem für einen Nettoverlust. Der vor allem für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie produzierende Anlagenbauer will mit der Restrukturierung bis 2017 100 Mio. Euro jährlich einsparen. Dem Sparkurs werden 1.450 Stellen zum Opfer fallen. Seit Jahresbeginn fielen Firmenangaben zufolge bereits 300 Stellen weg. Aktuell beschäftigt Gea knapp 18.000 Mitarbeiter. (apa/Reuters)

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