Aluminiumindustrie

Amag erwartet durch Strafzölle Gewinnrückgang im Millionenbereich

Österreichs größter Aluminiumkonzern würden die Strafzölle der USA besonders stark treffen. Das Land ist für den Hersteller ein wichtiger Markt für Primäraluminium und Walzprodukte.

Der österreichische Aluminiumkonzern Amag wird von den zehnprozentigen US-Strafzöllen auf Aluminium voraussichtlich deutlich betroffen sein und erwartet daraus 2018 einen "negativen Ergebniseffekt im mittleren einstelligen Millionen Euro Bereich". Die USA seien seit vielen Jahren ein wichtiger Markt für den Konzern, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Für den kanadischen Teil der Amag Produktion werden keine Auswirkungen erwartet, falls die Ausnahmen für Kanada wie angekündigt kommen. "Mittelfristig sind die Chancen und Risiken aus der Reaktion der Handelspartner der USA und allfälligen Änderungen von Warenströmen im Auge zu behalten", so Helmut Wieser, Konzernchef der Amag Austria Metall AG, zu den US-Strafzöllen auf Aluminiumimporte.

In den USA werden 0,7 Mio. Tonnen Aluminium produziert aber 5,4 Mio. Tonnen verbraucht. Damit müssen 87 Prozent des Inlandsverbrauchs importiert werden. Auch bei Walzprodukten sind die USA Nettoimporteur, wobei sie 1,1 Mio. Tonnen einführen und 850.000 Tonnen ausführen. Die Amag hatte für 2018 mit dem Export von 35.000 t Walzprodukten aus Ranshofen (OÖ) in die USA geplant.

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Die Amag hat 2017 bei 1,04 Mrd. Euro Umsatz einen Gewinn nach Steuern von 63,2 Mio. Euro ausgewiesen. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gab es 164,5 Mio. Euro Gewinn. (apa/red)

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