Rüstungsindustrie

Airbus will in Kürze Käufer der Militärsparte bekanntgeben

Das Rennen um die Sicherheits- und Elektronik-Sparte von Airbus ist auf der Zielgeraden. Eine ganze Reihe von amerikanischen Finanzfirmen will gerne zuschlagen. Doch in Teilen der deutschen Regierung gilt offenbar Rheinmetall als Favorit.

Das Rennen um die Sicherheits- und Elektronik-Sparte von Airbus ist auf der Zielgeraden. Der Flugzeug- und Rüstungskonzern kündigte am Dienstag an, schon bald einen Käufer für das auf bis zu 1 Mrd. Euro taxierte Geschäft auszuwählen. Das sei eine Frage von Stunden oder Tagen, sagte Strategie-Chef Marwan Lahoud. Für Airbus Defence Electronics seien sechs Angebote eingegangen.

Namen von Interessenten nannte er nicht. Vorstandschef Tom Enders will noch in diesem Jahr über den Zuschlag entscheiden. Airbus will sich von Randbereichen trennen, um sich im Rüstungsgeschäft auf Flugzeuge, Raketen und Satelliten zu konzentrieren.

Insidern zufolge hatte der britische Finanzinvestor Cinven gemeinsam mit dem Bremer Raumfahrtkonzern OHB ein Offert abgegeben. Auch der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall soll geboten haben. Im Rennen waren demnach zuletzt auch die US-Finanzinvestoren Carlyle und KKR. Hier mehr zu den Firmen, die derzeit im Rennen um den Milliardendeal sind >>

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Rheinmetall gilt in Teilen der Bundesregierung, die eine deutsche Lösung bevorzugen, als Favorit. Der Staat hat als Aktionär von Airbus und als einer der größten Auftraggeber Einfluss auf den Verkauf. Wenn die Sparte an einen Bieter aus dem Ausland ginge, muss die Regierung zudem prüfen, ob deutsche Sicherheitsbelange berührt sind. (reuters/apa)