Luftfahrtindustrie

Airbus-Chef Enders: Stellenstreichungen im Konzern denkbar

Neue Sparpläne bei Airbus: Nach mangelnden Aufträgen beim A380 und Problemen beim Militärtransporter A400M gibt es jetzt Berichte über Kürzungen in der Zivilflugzeug-Sparte. Konzernchef Tom Enders schließt auch den Abbau von Arbeitsplätzen nicht aus.

Der Chef der Airbus-Gruppe, Tom Enders, hält Stellenstreichungen im Konzern für denkbar. "Wenn es um Effizienz und Synergien geht, kann man nichts ausschließen", sagte der deutsche Manager der Nachrichtenagentur AFP in Blagnac beim Firmensitz in Toulouse. Der Konzern müsse Kosten reduzieren und effizienter werden, betonte Enders.

Er reagierte damit auf einen Bericht der "Financial Times", dem zufolge der Flugzeugbauer an einem Restrukturierungsplan arbeitet. Darin sei vorgesehen, Posten in der Sparte der zivilen Luftfahrt zu streichen, die für rund 70 Prozent der Airbus-Erlöse steht, heißt es in dem Blatt. Enders wollte sich nicht konkret dazu äußern, ob es einen solchen Umbauplan gebe.

Hintergrund sind Probleme bei der Produktion des Airbus A380 und dem Militärtransporter A400M. Der A380 hat zwar gerade die Rentabilitätsschwelle erreicht. Es mangelt aber an Aufträgen ab 2018. Beim A400M wiederum ist es nach Pannen wiederholt zu Lieferverzögerungen gekommen. (APA/AFP/red)