Nahrungsmittelindustrie

Agrana denkt an neues Werk in Asien

Indien und Indonesien sowie der Osten Chinas sind in den Augen Johann Mariharts besonders interessant.

Agrana Nahrungsmittelindustrie Johann Marihart

Der börsenotierte Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana will seine Fruchtzubereitungs-Aktivitäten in Asien ausbauen. Das Geschäft in Europa stagniere, das Wachstum in den USA habe sich verlangsamt, Asien sei das Thema, sagte Agrana-Chef Johann Marihart am Freitag. In Asien werde man sich das nächste Produktionswerk überlegen, es hänge aber von den Kunden ab.

Als besonders interessante Märkte bezeichnete Marihart die Länder Indien und Indonesien sowie den Osten Chinas. Problematisch in Asien sei derzeit aber noch, dass es oftmals noch keine funktionierende Kühlkette für Milchprodukte bis zum Endverbraucher gebe, sagte Marihart bei einem Hintergrundgespräch der Amerikanische Handelskammer in Österreich (AmCham).

Attraktive Investitionsbedingungen

Marihart lobte die besonders attraktiven Investitionsbedingungen in den USA: Für das im Jahr 2014 eröffnete vierte US-Fruchtzubereitungswerk der Agrana mit einem Investitionsvolumen von 30 Millionen Euro habe er von zehn Gouverneuren Briefe mit zahlreichen öffentlichen Förderungsvorschlägen erhalten. Das Agrana-Werk wurde dann im Mai 2014 in Lysander, New York, eröffnet. Auch seien die Mitarbeiter in Lysander nicht gewerkschaftlich organisiert, sie hätten dies selbst abgelehnt, so Marihart.

Agrana ist nach eigenen Angaben der weltweit größte Hersteller von Fruchtzubereitungen für die Molkerei-, Back- sowie Speiseeis-Industrie. Der Konzern hat sich das Ziel gesetzt, im Bereich der Fruchtzubereitungen seine Präsenz weltweit zu verstärken, um global agierende Kunden in der Lebensmittelindustrie - etwa Danone - mit Produkten und Service vor Ort zu betreuen. Agrana produziert Fruchtzubereitungen weltweit an 26 Standorten, unter anderem in China, Mexiko, Österreich und Polen. In den USA gibt es neben dem Werk in Lysander drei weitere Produktionsstätten in Botkins (Ohio), in Centerville (Tennessee) und in Fort Worth (Texas). (APA)