Ab 2010 wieder Vollauslastung

Operativ musste der Faserhersteller Lenzing 2009 zurückstecken - das Ergebnis ging um 23 Prozent zurück. 2010 rechnet Vorstand Weninger wieder mit Vollaustlastung.

Beim Faserhersteller Lenzing hat die Wirtschaftskrise 2009 den operativen Gewinn (EBIT) vorläufigen Berechnungen zufolge um rund 23 Prozent auf 100,7 Millionen Euro (2008: 130,3 Mio. Euro) gedrückt. Der Umsatz ging von 1,329 auf 1,255 Milliarden Euro zurück. Angesichts der guten Nachfrage und der erhöhten Preise bei den Fasern rechnet Lenzing 2010 mit Vollauslastung und einer positiven Ertragslage.

"Zufriedenstellende" Perfomance

Der oberösterreichische Faserkonzern habe trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Lage ein "vergleichsweise zufriedenstellendes Ergebnis" erzielt - dank Gegensteuerungsmaßnahmen und des Anziehens der Fasernachfrage ab dem zweiten Quartal 2009. "Wir konnten nach dem Preisabsturz Ende 2008 ab dem zweiten Quartal 2009 wieder Faserpreiserhöhungen umsetzen", so Vorstand Friedrich Weninger. "Unsere Taktik, unsere Kunden auch bei vorübergehend unbefriedigenden Deckungsbeiträgen immer mit Fasern zu versorgen, auf einen raschen Aufschwung zu setzen und diese Markterholung vom ersten Moment an optimal zu nutzen, ist 2009 voll aufgegangen. Wir haben Lieferanteile gewonnen, neue, innovative Produktapplikationen auf den Markt gebracht und die Weichen für weiteres Wachstum gestellt", betonte Vorstandschef Peter Untersperger. Parallel dazu zog Lenzing ein Sparprogramm durch, erhöhte aber die Ausgaben für Forschung, Entwicklung und Innovation auf fast 20 Millionen Euro. Mit Hilfe von neuen Faserprodukten will der Konzern seine Weltmarktführerschaft bei cellulosischen Fasern 2010 weiter ausbauen. (APA/red)

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