Elektronik

3D-Druckerbauer SLM Solutions erwartet weniger Gewinn - Konzernchef geht

Der deutsche 3D-Druckerbauer SLM Solutions rechnet für heuer ein Wachstum von bis zu zehn statt wie erwartet bis zu 13 Prozent. Als Grund gibt der Hersteller Verzögerungen bei einem Auftrag an. Firmenchef Bögershausen wird seinen Vertrag nächstes Jahr nicht verlängern.

Der deutsche 3D-Druckerbauer SLM Solutions hat seine Anleger mit einer Senkung der Umsatz- und Gewinnprognose verschreckt. Die Aktien des kürzlich aus dem TecDax abgestiegenen Konzerns brachen vergangene Woche um bis zu 16,2 Prozent auf ein Rekordtief von 12,62 Euro ein. Es war der größte Kurssturz seit zwei Jahren.

Konzernchef verlängert nicht

Zudem teilte das Unternehmen mit, dass Finanzchef und Vorstandssprecher Uwe Bögershausen seinen bis Juni 2019 laufenden Vertrag nicht verlängern wird. "Dass Bögershausen geht, ist ein schlechtes Zeichen", sagte ein Händler. "Die Gewinnwarnung ist dagegen keine so große Überraschung, das war so etwas wie ein offenes Geheimnis."

Verzögerungen bei einem Auftrag

SLM Solutions rechnet für das 2018 nun damit, dass der Konzernumsatz auf 90 bis 100 Mio. Euro steigen soll. Das entspräche einem Wachstum von neun bis 21 Prozent. Die operative Ergebnismarge (Ebitda) werde im einstelligen Bereich liegen.

White Paper zum Thema

Bisher war der Konzern von einem Umsatz zwischen 115 und 125 Mio. Euro sowie einer Ebitda-Marge von 11 bis 13 Prozent ausgegangen. Als Grund für die Senkung der Jahresziele nannte SLM Solutions, dass es bei einem Auftrag Verzögerungen bis ins nächste Jahr hinein gebe. (reuters/apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge