Schifffahrt

120 Meter langer Öltanker verschwindet im Piratengebiet vor Westafrika

Ein riesiger Öltanker mit 17 Seeleuten an Bord ist spurlos von den Satellitenbildschirmen verschwunden. In dieser Region vor der Westküste Zentralafrikas ist Piraterie ein großes Problem.

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Ein Tanker mit 17 georgischen Seeleuten an Bord wird vor der Küste Gabuns vermisst. Das Schiff sei in der vergangenen Woche von den Satellitenbildschirmen verschwunden, hieß es aus Behördenkreisen in Gabun. Die "Pantelena" ist 121 Meter lang und fuhr unter panamaischer Flagge für eine griechische Reederei.

Gabun liegt im südlichen Teil des Golfs von Guinea, wo Piraterie ein großes Problem für die Schifffahrt ist. Die "Pantelena" habe ihr Ortungssignal abgestellt, sagte ein regionaler Militärvertreter der Nachrichtenagentur AFP: "Das erste, was Piraten an Bord eines Schiffes tun ist, dieses Signal abzustellen." Ein Vertreter der Küstenwache im benachbarten Sao Tome und Principe erklärte, ein Patrouillenboot sei zur Suche nach dem Tanker losgeschickt worden.

Dieses Jahr gab es weltweit 107 gemeldete Fälle von Piraterie

Im Februar war ein Tanker mit 13.500 Litern Diesel an Bord von Piraten entführt worden. Das Schiff und die Besatzung kamen nach mehreren Tagen wieder frei. Laut dem International Maritime Bureau (IMB) gab es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres weltweit 107 gemeldete Fälle von Piraterie.

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Sämtliche Fälle, in denen auch die Besatzung verschleppt wurde, ereigneten sich im Golf von Guinea. (afp/apa/red)