Automobilzulieferer : Schaeffler: Investitionen eher in den USA als in Europa

Schaeffler Austria

Produktion von Schaeffler in Berndorf: Die Schaeffler Austria GmbH zählt mit ihren mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu einem der bedeutendsten Arbeitgeber im Triestingtal.

- © Guenther PEROUTKA / WirtschaftsBlatt / picturedesk.com

"Die nächsten Werke bauen wir eher in Amerika" - das ist die Kernaussage, auf die man Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld festlegen kann. Der deutsche Auto- und Industriezulieferer Schaeffler will in Zukunft verstärkte in den USA und nicht mehr in Europa investieren. Der deutschen Tageszeitung "Welt am Sonntag" sagte er, er sei eine Woche mit dem Schaeffler-Hauptgesellschafter Georg Schaeffler in den USA unterwegs gewesen. Ein Grund dafür sei das milliardenschwere Subventionspaket Inflation Reduction Act.

"Wir werden ihn auf jeden Fall nutzen, um verstärkt in den USA zu investieren", sagte Rosenfeld. Der IRA werde dem Thema Nachhaltigkeit in Amerika mehr Schwung verleihen. "Das betrifft nicht nur Autos, sondern auch die Industriebereiche, in denen wir tätig sind." Dabei gehe es aber nicht darum, die bestehende Produktion in die USA zu verlagern. "Aber die nächsten Werke bauen wir eher in Amerika. Es besteht die Gefahr, dass Europa der Verlierer dieser Umverteilung wird", sagte er. In Europa gebe es zwar auch eigene Programme. "Die Frage ist, was am besten wirkt", sagte Rosenfeld.

Schaeffler produziert in Österreich mit rund 500 Mitarbeitern seit 60 Jahren in Berndorf Wälzlager. Der Standort Berndorf ist das Leitwerk für die weltweite Fertigung dieser Produktgruppe. Der Gesamtkonzern macht mit rund 83.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 14 Milliarden Euro.

Nie mehr eine wichtige News aus der Industrie verpassen? Abonnieren Sie unser Daily Briefing: Was in der Industrie wichtig wird. Täglich um 7 Uhr in ihrer Inbox. Hier geht’s zur Anmeldung!