Tunnelbau

Karawankentunnel: Bau der zweiten Röhre in Slowenien begonnen

Zwei Jahre nach Österreich haben auch an der slowenischen Seite des Karawankentunnels die Bauarbeiten für dessen zweite Röhre begonnen. Wegen der Coronakrise hat sich der Bau um Monate verzögert.

Tunnelbau Slowenien Standort Kärnten Bauindustrie

Zwei Jahre nach Österreich haben auch an der slowenischen Seite des Karawankentunnels die Bauarbeiten für dessen zweite Röhre begonnen. Der Bau hat sich aufgrund der Corona-Pandemie um einige Monate verzögert. Die slowenische Autobahngesellschaft DARS versichert jedoch, den Fertigungstermin im Mai 2025 einhalten zu können.

"Cengiz plant die Bauarbeiten vor 2025 abzuschließen", kündigte Asim Cengiz, Vorstandsmitglied des beauftragten türkischen Baukonzerns laut slowenischer Nachrichtenagentur STA an. Die türkische Baufirma, die den Zuschlag für den knapp 100 Mio. Euro schweres Bauauftrag zu Jahresanfang bekommen hat, hatte nun mit den Bohrarbeiten für die zweite Röhre begonnen.

Die Corona-Pandemie verzögerte den Bau. Nach der Vertragsunterzeichnung Ende Jänner hatte Cengiz im März mit Vorbereitungsarbeiten begonnen. Wegen der Grenzschließung konnte er allerdings seine Arbeiter nicht aus der Türkei nach Slowenien bringen. Erst seit Juli sind türkische Bauarbeiter auf der Baustelle präsent, die Zahl soll von den derzeit 40 im Laufe der Arbeiten auf bis zu 150 gesteigert werden, hieß es laut STA.

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Die Bauarbeiten auf der slowenischen Seite haben sich schon zuvor wegen Problemen bei der Auftragsvergabe massiv verzögert und haben nun mehr als zweieinhalb Jahre nach der ersten Ausschreibung begonnen. Nach zahlreichen Einsprüchen wurde der Bauauftrag erst im zweiten Anlauf Ende 2019 an den türkischen Baukonzern vergeben. Cengiz Insaat war mit 98,5 Mio. Euro der günstigste Bieter in beiden Anläufen gewesen.

Auf der österreichische Seite in Kärnten wird unterdessen die zweite Röhre seit Mitte September 2018 gebohrt. Der Tunnel wird insgesamt 7,9 Kilometer lang, wovon 4,4 Kilometer auf das österreichische Staatsgebiet entfallen. (apa/red)

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