Justiz

Michael Tojner wurde offenbar vor Razzien gewarnt

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Die Hausdurchsuchung am 25. Juni in den Büros von Michael Tojners Wertinvest rund um die Causa Gesfö & Co soll nicht überraschend gewesen sein. Journalisten hätten die Beschuldigten informiert, berichtet der "Standard".

In einer Mitteilung von Tojners Anwälten an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) vom 24. Juni heißt es laut Zeitung, dass sie und Tojner bereits "seit einigen Tagen" von Journalisten auf die offenbar geplante Hausdurchsuchungen angesprochen würden. "Nunmehr" sei man informiert, dass die Hausdurchsuchung "definitiv in dieser Woche stattfinden" soll, schreibt der "Standard". Tojners Anwälte hielten im Schreiben an die WKStA auch fest, dass es eigentlich keine Durchsuchung brauche, da "wir (...) Ihnen sämtliche (...) nötigen Informationen sofort auf Anforderung übermitteln würden".

Die E-Mail eines Journalisten zum Thema bevorstehende Hausdurchsuchung haben die Anwälte dem Staatsanwalt mitgeschickt, da "nur Sie die Möglichkeit haben, unzulässigen Informationsflüssen an die Medien nachzugehen", zitiert die Zeitung. Die Staatsanwaltschaft Wien prüfte laut Zeitung den Verdacht auf Bruch des Amtsgeheimnisses, hat die Ermittlungen aber mangels Hinweisen auf einen etwaigen Täter abgebrochen.

Die Causa Gesfö dreht sich um den vom Burgenland angezeigten Verdacht, Tojner u. a. hätten das Land bei der Aberkennung der Gemeinnützigkeit der Wohnbaugenossenschaften Pannonia, Riedenhof, Gesfö über den Tisch gezogen und eine zu geringe Ausgleichszahlung überwiesen. (apa/red)