Forschung

Werkstoffe: Österreichische und slowenische Forscher arbeiten gemeinsam

Im Bereich Materialwissenschaft vernetzen Forscher aus Österreich und Slowenien ihre Arbeit. Ein neues Programm soll Wissenschaftler und Firmen zusammenbringen. An Bord sind unter anderem Kärntner Forschungszentrum CTR, die Montanuni Leoben und die TU Graz.

Die Materialwissenschaft ist ein entscheidender Innovationstreiber für fast alle Lebens- und Innovationsbereiche. Slowenien und Österreich vernetzen nun ihre Forschung, um gemeinsam schlagkräftiger zu werden und interessierte Unternehmen beider Länder mit ins Boot zu holen. Die EU fördert die grenzübergreifende Zusammenarbeit im Rahmen des Interreg-Programms Retina.

In der Steiermark, Kärnten und Slowenien sind etliche Unternehmen angesiedelt, die sich wichtige Impulse aus der Materialforschung holen könnten. Viele wissen aber nicht, woran nur ein paar Kilometer jenseits der Grenze geforscht wird, wie Petra Dobnik vom Polymer Competence Center Leoben (PCCL) im Gespräch mit der APA schilderte.

Im Rahmen von Retina sollen Forschungsinstitutionen und Unternehmen beider Länder zusammengebracht werden. "Das PCCL wird seine Expertise im Bereich der Kunststofftechnik und Polymerwissenschaften einbringen", sagte Dobnik.

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Sieben Partner aus Slowenien, der Steiermark und Kärnten

Geleitet wird das Vernetzungsprojekt von der Universität Nova Gorica aus. Weitere Partner des Konsortiums von österreichischer Seite sind das Kärntner Mikrosensorik-Forschungszentrum CTR (Carinthian Tech Research), die Montanuniversität Leoben und die Technische Universität (TU) Graz. Von slowenischer Seite sind auch das auf Kernspinresonanzspektroskopie (NMR) spezialisierte Kemijski Institut (Laibach) und der Primorska Technology Park am Projekt beteiligt.

Zum einen gehe es darum, dass sich die Konsortialpartner besser kennenlernen. Dann will man für die Unternehmen in den beiden Ländern Informationsveranstaltungen, Laborbesuche sowie Pilotaktionen in Zusammenarbeit mit der Industrie und Forschungszentren ausarbeiten und durchführen.

Viel Geld von der EU

Von der EU wird das Projekt, dessen erstes Netzwerktreffen jüngst stattgefunden hat, mit rund 1,5 Millionen Euro unterstützt. Das Vernetzungsprojekt ist damit bis Mitte 2020 finanziert. (apa/red)

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